Herzogin Helene in Bayern will ein landwirtschaftliches Betriebsgebäude errichten, abseits des ehemaligen Sitzes der Hanns-Seidel-Stiftung.

Kreuther Gemeinderat befürwortet Voranfrage

Herzogin Helene in Bayern will bauen

Kreuth - Und wieder kam Herzogin Helene in Bayern zur Kreuther Gemeinderatssitzung. Diesmal ging’s um ein neues Gebäude für ihre Landwirtschaft. Was mit dem ehemaligen Sitz der Hanns-Seidel-Stiftung passiert, ist weiter offen.

Kaum etwas bewegt in Kreuth derzeit mehr als die Frage, was nach dem Auszug der Hanns-Seidel-Stiftung im März mit dem Prachtgebäude in Wildbad Kreuth passiert. Die Rede ist von einem Hotel. Um Konkretes zu berichten, hatte Herzogin Helene in Bayern den Kreuther Gemeinderat Ende Juli besucht.

 Gesprochen wurde nur hinter verschlossenen Türen. Auch jetzt, bei der ersten Sitzung nach der Sommerpause, war die Herzogin wieder im Gemeinderat präsent. Diesmal wurde ihr Anliegen öffentlich beraten. Dabei war das historische Haus kein Thema. Es ging um ein landwirtschaftliches Betriebsgebäude mit stattlichen Maßen. 60 auf 15 Meter groß soll es werden und im rechten Winkel zum Gebäudekomplex des Wildbads auf dem Kiesparkplatz im Norden des Plateaus entstehen, vor den Garagen. An der Stelle stand schon einmal ein Ökonomiegebäude. 

Das war von den Ausmaßen erheblich größer, 73 Meter lang und 16 Meter breit, beherbergte Gerätschaften – und brannte 1973 ab. Der Gemeinderat stimmte dem Bau zu, sofern das Landwirtschaftsamt dem Vorhaben das Privileg der Landwirte zubilligt, im Außenbereich zu bauen.

 Das landwirtschaftliche Betriebsgebäude soll laut Bürgermeister Josef Bierschneider der Unterbringung der Haflinger-Zucht und von Gerätschaften dienen. Ziel ist die Ausweitung der landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Nutzung. „Das geplante Gebäude soll eine funktionierende Landwirtschaft ermöglichen. Das bisherige wird langsam zu klein“, erklärt die Herzogin auf Nachfrage. Was genau gebaut werde, sei noch nicht klar. „Zuerst möchte ich die Antworten des Landratsamtes und des Landwirtschaftministeriums abwarten“, macht die Herzogin deutlich.

 Aber wie passt der Neubau zur Zukunft des Gebäudekomplexes, der bis März die Hanns-Seidel-Stiftung beherbergt hat? Dazu gab es keine Informationen. Auf direkte Nachfrage stellte die Herzogin nach der Sitzung klar: „Heute ging es um eine Bauvoranfrage. Es wird keine Informationen bezüglich der künftigen Nutzung des Wildbades geben, solange noch nichts beschlossen ist.“ Mit dem Verweis auf potenzielle Investoren war Herzogin Helene um Verständnis für Zurückhaltung. Man befinde sich in einer sensiblen Phase der Vertragsverhandlungen: „Und ich möchte nichts bekannt geben, was noch nicht in trockenen Tüchern ist.“

Von Alexandra Korimorth

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