Ein historischer Schatz: (v.l.) Bürgermeister Josef Bierschneider, Stiftungsvorsitzender Günther Engler und Kuratoriumsmitglied Siglinde Hübner zeigen die restaurierten Moritatentafeln.
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Ein historischer Schatz: (v.l.) Bürgermeister Josef Bierschneider, Stiftungsvorsitzender Günther Engler und Kuratoriumsmitglied Siglinde Hübner zeigen die restaurierten Moritatentafeln.

Wertvoller Beitrag zur Kreuther Heimatgeschichte

Historische Moritatentafeln restauriert

  • Stephen Hank
    vonStephen Hank
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Vor zwei Jahren hat die Gemeinde Kreuth zwei historische Moritatentafeln aus den 1880er-Jahren geschenkt bekommen. Jetzt wurden die Schätze aus dem Gemeindearchiv restauriert.

Kreuth – 2019 hat die Gemeinde Kreuth von Angelika Vögele aus dem Nachlass ihres verstorbenen Ehemannes Karl zwei historische Moritatentafeln aus den 1880er-Jahren geschenkt bekommen. Die auf zwei Papierbögen geklebten Bilderfolgen mit Szenen aus dem Leben der Menschen der damaligen Zeit, zu denen die Ende des 19. Jahrhunderts in Kreuth beheimateten Bänklsänger Spitzer-Hagn, Spitzer-Obermaier, Handl, Basler und Sanktjohanser („Kreuther Dorfmusik“) ihre Moritaten sangen, waren über mehrere Generationen in der Familie Sanktjohanser erhalten geblieben und zuletzt auf Karl Vögele übergegangen. In der Chronik der Gemeinde Kreuth findet sich ein ganzes Kapitel über die Bänklsänger. In dem Heimatbuch ist auch ein historisches Foto der Sänger mit ihren Instrumenten und den Moritatentafeln im Hintergrund zu sehen.

Im Laufe der Jahre hat sich der Zustand der Tafeln verschlechtert, sodass eine Restaurierung unumgänglich war. Nach Informationen der Gemeinde hat sich die Ulli-und-Uwe-Kai-Stiftung, deren Gründer im Tegernseer Tal gelebt hatten, bereit erklärt, die Sanierung der Tafeln mit einer großzügigen Summe zu unterstützen. Eine Restauratorin für Archiv- und Bibliotheksgut hat die Bildtafeln fachgerecht gereinigt, die sich auflösenden Verklebungen wieder hergestellt und andere Schäden behoben.

Vor Kurzem konnten sich der Vorsitzende der Stiftung, Günther Engler, und Kuratoriumsmitglied Siglinde Hübner vom Ergebnis der Restaurierung ein Bild machen. Bürgermeister Josef Bierschneider bedankte sich bei der Gelegenheit im Namen der Gemeinde für die Unterstützung, ohne die eine Restaurierung nicht möglich gewesen wäre. Die Tafeln sollen künftig gut geschützt vor Ausbleichung, Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen so gelagert werden, dass sie der Nachwelt erhalten bleiben. Sie werden aber auch zur Besichtigung zur Verfügung stehen.

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