Ilse Aigner und Josef Bierschneider bei Leonhardi in Kreuth
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Kreuth ist ein neuer Zentraler Ort Bayerns, hat Ilse Aigner nun bekannt gegeben. Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider (r.) freut sich.

Jetzt ist es offiziell

Ilse Aigner bestätigt: Kreuth gehört zum Tegernseer Tal

  • Christina Jachert-Maier
    VonChristina Jachert-Maier
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Kreuth – Das mag sich für den ein oder anderen komisch anhören, aber Kreuth gehört künftig zum "Mittelzentrum Tegernseer Tal". Bierschneider freut sich: "Das entspricht unserer Bedeutung."

Kreuth ist ein neuer Zentraler Ort in Bayern. „Das ist sehr vorteilhaft“, erklärt Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Angesichts der Geographie der kleinen Gemeinde an der Grenze zu Österreich mag die Aussage verwundern. Tatsächlich kommt die neue Einstufung den Kreuthern entgegen. Wie berichtet, erfolgt sie mit der Neuauflage des Bayerischen Landesentwicklungsprogramms. Demnach gehört Kreuth künftig zum Mittelzentrum Tegernseer Tal. 

Bisher gehörten die Kreuther nicht dazu

Das ist bis jetzt nicht der Fall. Während Gmund, Tegernsee, Rottach-Egern und Bad Wiessee als Quartett ein solches Zentrum bilden, bleibt Kreuth außen vor. Als Problem erwies sich das einst bei der Ansiedlung des Aldi-Markts in Weißach. Weil Supermärkte dieser Größe eigentlich nur in Mittelzentren erlaubt sind, sah es für die Genehmigung zunächst schlecht aus. „Dabei ist das Grundstück nur 50 Meter Luftlinie von Rottach entfernt“, erinnert Bürgermeister Josef Bierschneider.

Die Genehmigung erkämpfte sich die Gemeinde schließlich doch. Um künftig mehr Spielraum für größere Projekte zu haben, stellte Kreuth schon vor etlichen Jahren den Antrag, dem Mittelzentrum Tegernseer Tal zugeschlagen zu werden. Dies vor allem auch mit dem Argument, dass Teile der Gemeinde Kreuth direkt an Rottach-Egern und Bad Wiessee grenzen. Der Antrag blieb jedoch ohne Erfolg. „Wir sind in der Sache nicht weitergekommen“, meint Bierschneider.

Dass der Kreuther Wunsch nun doch Gehör gefunden hat, ist für den Bürgermeister überraschend. Offenbar sei man auf den alten Antrag gestoßen, meint Bierschneider. Die Gemeinde habe die Sache zuletzt nicht weiter verfolgt. Schließlich läuft aktuell kein Projekt, für dessen Genehmigung die Einstufung als Zentraler Ort wichtig wäre. Erfreut ist Bierschneider durchaus: „Das entspricht unserer Bedeutung.“

jm

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