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Ben Blaskovic – hier als Außenseiter Nico in einer Filmszene vor der Bayrischzeller Nesslerhütte – übernahm bei „Im Nesseltal“ auch die Produktion, Regie führte Philipp J. Pamer. Nico verschwindet bei einer Hütten-Geburtstagsfeier spurlos – und für die sieben verbliebenen Freunde beginnt ein Albtraum.

Ben Blaskovics „Im Nesseltal“ kommt an den Tegernsee

Im Weissacher Kino: Schlierseer Mystery-Thriller feiert Landkreis-Premiere

Der Indie-Spielfilm „Im Nesseltal“, den der Schlierseer Schauspieler Ben Blaskovic in Bayrischzell drehte, ist kommende Woche endlich auch mal im Landkreis zu sehen:

Schliersee/Weissach– Er hat eine Episoden-Hauptrolle im „Traumschiff“ gespielt, zählt zum Stamm der „Rosenheim Cops“ und ließ Damenherzen in der Rosamunde Pilcher-Verfilmung „Wenn Fische lächeln“ dahinschmelzen: Es hat sich viel getan bei dem Schlierseer Schauspieler Ben Blaskovic (29),seit er Ende 2014 gemeinsam mit befreundeten Profis wie Jens Atzorn, Jenny-Marie Muck und Ferdinand Schmidt-Modrow sowie dem Tegernseer Peter Rixner an der Kamera auf der Nesslerhütte bei Bayrischzellden Arthouse-Mystery-Thriller „Im Nesseltal“ drehte – nur mit Plot, ohne festes Drehbuch oder Dialoge und fast in Handlungs-Echtzeit. 

Nun kommt die Produktion, für die sich trotz guter Aussichten bei den Hofer Filmtagen 2016 kein Verleih fand, auf eine Kino-Leinwand im Landkreis: Carmen Obermüller zeigt den Film kommende Woche beim „Weissachflimmern“ in ihrem Kino am Tegernsee in Weissach.Wir sprachen darüber mit Blaskovic, der bei dem Film-Experiment erstmals auch als Produzent arbeitete.

Endlich ist „Im Nesseltal“ auch mal im Landkreis zu sehen. Sind Sie froh, dass es geklappt hat?

Ben Blaskovic: „Ja, klar! Ich hab schon ein bisschen damit gerechnet, dass wir den Film noch im Landkreis zeigen können, aber erst haben wir ja noch versucht, in den Verleih zu kommen. Aber dazu ist unser Film einfach zu speziell, zu eigen.“

Wie kam’s, dass der Film nun im Kino am Tegernsee läuft?

Ben Blaskovic: „Ich habe mit der Betreiberin geredet, und dort passt unser Film gerade hervorragend in die Reihe „Weissachflimmern“. Aus Hausham bekam ich leider nach mehreren Kontaktaufnahmen keine Antwort. Meine Anfragen scheinen dort wohl im Sande verlaufen zu sein. Für Hausham ist das aber auch eher schwierig, die sind mehr auf große Blockbuster ausgelegt. Wir wollen aber noch ein paar Kinos anfragen und den Film dann online als Video On Demand vertreiben.“

Und als kleiner Vorgeschmack, der Trailer:

Der Film lief inzwischen in München zu Halloween und in Innsbruck nochmal eine Woche im Kino. Wie kamen die Vorstellungen an?

Ben Blaskovic: „Die Resonanz war insgesamt sehr gut. Was der Film mit einem als Zuschauer macht, ist dass er einen ratlos zurücklässt und Raum lässt für eigene Interpretationen und jede Menge Gesprächsstoff – er endet recht offen. Die meisten Leute fanden die alternative Erzählstruktur gut. Das war es, was wir wollten, was das Außergewöhnliche an unserem Film ist. Viele haben nach der Vorstellung gesagt, dass es spannend ist, einen Film mal so zu sehen und nicht so schnell geschnitten.“

Wer wird denn bei der Vorstellung in Weissach vom Team anwesend sein?

Ben Blaskovic: „Ich selbst leider nicht, weil ich da bei einem Dreh bin. Aber die Schauspieler Laura Cuenca Serrano, Oliver Scheffel, Maximilian Allgeier und Ferdinand Schmidt-Modrow werden vor Ort sein.“

Apropos Dreh: An welchen Projekten arbeiten Sie gerade?

Ben Blaskovic: „Bis Mitte Februar werden die letzten drei Folgen für „Lifelines“ gedreht, das heuer als neue Serie auf RTL startet. Im April gehen dann wieder die Dreharbeiten für die „Rosenheim Cops“ los. Und ich nehme gerade eine neue CD auf, sie heißt „Cowboy Stories“. Musikalisch werde ich dem Singer-Songwriter-Stil gerecht, es wird natürlich kein Country-Album. Aber die Texte handeln von Cowboy-Geschichten.“

Die Vorstellungen

des Mystery-Thrillers „Im Nesseltal“ (ab 18 Jahre) im Kino am Tegernsee in Weissach finden statt am Dienstag, 16. Januar 2018, um 20 Uhr (mit Crew und Filmgespräch) sowie am Mittwoch, 17. Januar 2018, um 17.30 Uhr. Karten zu acht Euro können auf der Kino-Homepage reserviert werden.

Katrin Hager

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