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Tritt für die Kleinpartei „Demokratie in Bewegung“ an: Alexander Thamm aus Kreuth.  

Interview mit Alexander Thamm von der Kleinpartei DiB

Alexander Thamm: Was der Kandidat einer Kleinpartei sagt

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Alexander Thamm (43) ist Kandidat für die Kleinpartei „Demokratie in Bewegung“ (DiB). Im Interview spricht er über seine Chancen und die Unterstützung im Tegernseer Tal.

Kreuth – Wenn die Wähler am 24. September ihre Kreuze machen, dann werden sie auch den Namen von Alexander Thamm aus Kreuth auf einem der Wahlzettel zur Bundestagswahl lesen. Der 43-Jährige tritt für „Demokratie in Bewegung“ (DiB) an, eine Kleinpartei, die erst heuer gegründet wurde.

-Herr Thamm, sind Sie auch ein Politik-Neuling, so wie Ihre Partei?

Als Politiker schon. Ich habe Politikwissenschaft studiert, arbeite derzeit freiberuflich als Moderator für Veranstaltungen. Schon davor hatte ich durch meine Tätigkeit für internationale Stiftungen viel mit Bürgerbeteiligung und Politik zu tun. Weil ich mit den Leuten bekannt war, die unsere Bewegung gegründet haben, bin ich zu DiB gekommen, wo ich im Landesverband Bayern im Vorstand bin und bei der Bundestagswahl auf Platz vier der Landesliste für Bayern stehe. Bei uns kann sich jeder einbringen, der eine Idee für eine Initiative hat.

-Sie leben und arbeiten in Kreuth, tief in Bayern. Auf welche Resonanz sind Ihre Aktivitäten da gestoßen?

Auf sehr große Resonanz und viel Interesse. Ich bin zwar in Garmisch-Partenkirchen geboren, bin aber in Kreuth aufgewachsen, war hier in der Volksschule, habe in Tegernsee mein Abitur gemacht. Nach langer Zeit im Ausland, in Hamburg und Berlin bin ich vor einem Jahr zurückgekehrt ins Oberland als Basis.

-Haben Sie auch Unterstützer hier im Tal?

Ja! Und was Kreuth betrifft, so ist die Gemeinde viel weltoffener, als manche denken. Das hab’ ich wieder gemerkt, als ich Unterschriften gesammelt habe, die wir für die Zulassung zur Bundestagswahl gebraucht haben. Insgesamt waren 2000 Unterschriften nötig, viele kamen auch aus Kreuth und dem Tal.

-War das schwer?

Nein, gar nicht. Ich war bei Nachbarn, Freunden, bei der katholischen Kirche, im ganzen privaten Umfeld. Dabei hab’ ich ein positives Zeichen gespürt und erfahren, dass es auch in Kreuth viele Leute gibt, die die Dinge anders machen würden und finden, dass es an der Zeit ist, dass sich was ändert. Auch im Tegernseer Tal ändert sich schließlich einiges.

-Was Ihrem Programm entspricht.

Wir stehen für einen neuen Politik-Stil, sind quasi das Start-Up-Unternehmen der Politik-Szene. Dabei sind wir keine Spaß-Partei, sondern haben ein ernst zu nehmendes 85-Punkte-Programm. Dass sich die Parteien mit ihren teil langen Traditionen neu aufstellen sollten, finden viele Wähler. Deshalb ist es uns auch nach der Parteigründung erst im April bereits gelungen, bei der Bundestagswahl zugelassen zu werden.

-Wie funktioniert das mit der Mitbestimmung bei Ihnen?

Wir sehen uns als Marktplatz der Ideen. Jeder – egal, ob Mitglied oder nicht – soll bei uns eine Chance auf Mitbestimmung haben. Man kann online eine Initiative zu einem bestimmten Thema einbringen, dann wird online darüber diskutiert und abgestimmt. Wenn sich genug Mitstreiter für das Thema finden, beschließt das Plenum darüber. Den Rahmen setzen unsere Grundwerte wie Weltoffenheit und Vielfalt.

-Was rechnen Sie sich für Chancen bei der Wahl aus?

Ich habe große Hoffnungen, denn schließlich haben wir schon so viel Unterstützung erfahren. Wenn wir die Fünf-Prozent-Hürde schaffen, dann wäre ich sogar im Bundestag und wäre als „Fürsprecher“, so nennt man das bei uns, dafür zuständig, Dinge umzusetzen und direkt in den politischen Prozess einzubringen.

-Falls die DiB es nicht schafft, ist die Wähler-Stimme dann verschenkt? Würde dann nicht die AfD profitieren?

Nein, keineswegs! Je besser wir bei der Wahl abschneiden, desto mehr Rückenwind haben wir für unsere künftige Arbeit. Grundsätzlich sollte jeder das wählen, wofür er steht. Man stärkt nicht die AfD, wenn man uns wählt. Wir sind ganz klar ein Gegenentwurf dazu, stehen am weitesten weg von ihr überhaupt. ’Ihr seid eine Option’, das sollen die Wähler denken, und das wollen wir weiter ausbauen. Und bei der nächsten Landtagswahl wollen wir auch antreten.

gr

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