FCB-Oberste haben entschieden: Uli Hoeneß bleibt dem FC Bayern erhalten

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Die Macher des Musikfests: (ab 2.v.l.) Festivalleiter Dieter Nonhoff und Programmchef Helge Augstein mit Rudi Wolf und Beate Rauch vom Organisationsteam.

Kammermusik-Stars am Tegernsee

Internationales Musikfest Kreuth stellt Programm 2018 vor

Zum dritten Mal in Folge muss das Internationale Musikfest Kreuth ins Exil. Nach durchwachsenen Erfahrungen kehrt es komplett zurück ins Tal und wandert einmal um den Tegernsee.

Kreuth– Seit 2016 steht Wildbad Kreuth nicht zur Verfügung, das Kammermusikfestival ist auf Tour. Den Schritt 2016 ins Schlierseer Bauerntheater und den Waitzinger Keller in Miesbach sowie 2016 und 2017 in den Oberbräu-Festsaal in Holzkirchen ging das Stammpublikum allerdings nur sehr bedingt mit. Dieter Nonhoff kann das schwer nachvollziehen: „Man hat da wirklich teils abstruse Dinge gehört wie ,Ich gehe doch nicht in einen Bräu‘“, erklärt der Festivalleiter. „Wir haben das teilweise ungern verworfen, weil wir die Orte mochten“, sagt Programmmacher Helge Augstein. Aber ein Publikum lässt sich eben nicht zu seinem Glück zwingen.

Die Macher des Musikfests: (ab 2.v.l.) Festivalleiter Dieter Nonhoff und Programmchef Helge Augstein mit Rudi Wolf und Beate Rauch vom Organisationsteam.

Heuer wandert das Musikfest einmal rund um den See: vier Konzerte in Kaltenbrunn, eines – wie alle zwei Jahre – als Open Air auf Schloss Ringberg, drei in der Pfarrkirche Tegernsee und drei im Rottacher Seeforum. Dass das Musikfest in allen schon gastierte, erlaubt Nachjustierungen. In der Tenne in Kaltenbrunn etwa, wo das Publikum 2017 heftig ins Schwitzen geraten war. Als Konsequenz wird heuer die Zahl der Plätze von 600 auf 450 reduziert, die Lüftung wird ein bis zwei Tage vor den Konzerten angeschaltet. Die Bühne wird erhöht, um allen Plätzen bessere Sicht zu bieten, erklärte Augstein bei der Programmpräsentation in der Kreuther Tourist-Info.

Den Widrigkeiten zum Trotz, sind die Verantwortlichen zufrieden mit der Entwicklung im Zwangs-Exil. „Das erste Jahr war viel besser, als man hätte befürchten können, das zweite war noch mal besser, und ich habe die Hoffnung, dass heuer das beste wird“, sagt Augstein. „2017 war hinsichtlich der Gesamt-Besucherzahl sogar eines der Topjahre in 29 Jahren Musikfest“, betont Nonhoff.

Mittel- bis langfristig hoffen die Verantwortlichen, an den „magischen Ort“ Wildbad Kreuth zurückkehren zu können. Im Jubiläumsjahr ist damit kaum zu rechnen: 2019 feiert das Musikfest 30-Jähriges. Dass es das Festival auch darüber hinaus geben wird, steht für Nonhoff außer Frage: „Wir sind jedes Jahr formal pleite, das halten wir aber noch einige Jahre durch.“ Der Oleg Kagan Stiftung, die 2003 gegründet wurde, um das Festival zu sichern, sei Dank.

Abermals hat das Musikfest gleich mehrere namhafte Hochkaräter verpflichtet, etwa Pianist Igor Levit, der mit einem exklusiven gemischten Programm eröffnet, und Bariton Christian Gerhaher, der mit Gerold Huber am Klavier sein einziges Deutschland-Konzert des Jahres in Kaltenbrunn gibt. Auch wenn Liederabende nicht zu den Publikums-Zugpferden zählen: „Ein Kammermusikfestival ohne Lied ist für mich nicht vorstellbar“, sagt Augstein. So konnte er nicht widerstehen, noch einen zweiten Abend im Seeforum anzusetzen, an dem Pianist Kit Armstrong den jungen Bariton Benjamin Appl begleitet. „Appl ist das, was Gerhaher vor 20 Jahren war“, schwärmt Augstein. Mit David Fray und dem Armida Quartett gibt’s ein Wiedersehen.

Der Radiosender BR Klassik schneidet gleich vier Konzerte mit. Gewünscht waren vom Sender sogar fünf, ein Künstler spielte aber nicht mit, erklärt Augstein. „Wir sehen das als Bestätigung für unser Programm.“

Vorverkaufsstart

Der Kartenvorverkauf beginnt am Donnerstag, 1. Februar, in der Tourist-Info Kreuth, über München Ticket und auf der Homepage des Musikfests. Dort ist ab Donnerstag auch das komplette Programm veröffentlicht.

Katrin Hager

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