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Undurchsichtiges Projekt: Das Badehaus auf dem Gelände der Klinik im Alpenpark soll für Patienten vergrößert werden. Doch der Gemeinderat befürchtet, dass eine Event-Hütte entstehen könnte.  

Auf dem Gelände der Klinik im Alpenpark

Umbau von Badehaus abgelehnt: Gemeinderäte befürchten Event-Hütte

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Die kalte Schulter hat der Kreuther Gemeinderat einem Bauprojekt auf dem Gelände der Klinik im Alpenpark gezeigt. Dort soll ein Badehaus umgebaut werden. Das Gremium fürchtet, dass eine Event-Hütte entstehen könnte.

Kreuth Bei der Gemeinderatssitzung in Kreuth galt es über den Umbau und die Erweiterung eines 1957 als Bootshaus und Umkleide deklarierten Badehauses am Ringsee, auf dem Gelände der Klinik im Alpenpark, zu entscheiden. Die sehr schmale Holzhütte mit einer Grundfläche von knapp 15,5 Quadratmetern befindet sich im Außenbereich. Sie soll auf eine Breite von 6,30 Meter verbreitert und somit auf 44,5 Quadratmeter vergrößert werden. Außerdem soll sie für die Nutzung durch Patienten behindertengerecht und inklusive einer Toilette ausgebaut werden.

Das Problem: Mit dieser Planung würden die Abstandsflächen nicht eingehalten werden. Statt der vorgeschriebenen zwei Meter würden sie nur noch 80 Zentimeter betragen. Außerdem würde die Dachneigung satt 18 bis 22 Grad nur elf Grad betragen – ein Zustand, der obendrein auch nicht der Planung von 1957 entspricht.

In beiden Fällen wären die Abweichungen vom Gemeinderat abzusegnen – und der reagierte sehr verhalten und recht frostigem Schweigen, als Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) um eine Entscheidung über die Bauvoranfrage bat.

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Martin Walch (SPD) meldete sich zuerst zu Wort: „Ich kann dem nicht näher treten. Das Vorhaben liegt in einem sehr sensiblen Bereich und würde eine Verdreifachung der Fläche bedeuten“, sagte er diplomatisch. Dann wurde er deutlicher: „Das ist nicht tragbar. Der Bauherr kennt offenbar unsere Satzung nicht“, wetterte er mit Blick auf Abstände und Dachneigung. Und zu angeblich behindertengerechten Türen von nur einem Meter Breite mutmaßte er andere Interessen: „Ich würde es darauf ankommen lassen. Es zur Not auch juristisch ausfechten.“

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Bürgermeister Bierschneider erinnerte daran, dass die Gemeinde lediglich den Abstandsflächen und der Dachneigung das Einverständnis verweigern könne. Gegen eine Vergrößerung hätte sie keine Handhabe. „Wenn wir da klein beigeben, können wir einpacken“, knurrte Walch.

Sebastian Marschall (FWG) stieß sich an der Dachneigung und schlug vor, vom Bauherren eine Planung zu fordern, die den Vorgaben entspricht. Vizebürgermeister Wolfgang Rebensburg, ebenfalls von der Freien Wähler Gemeinschaft, war dem Vorhaben gewogener: „Warum so ein Badehaus nicht den heutigen Bedürfnissen anpassen?“, fragte er. „Weil die Bootshütte nicht von vielen Patienten des Alpenparks genutzt wird, sondern von anderen Gästen verschiedener Hotels“, antwortete ihm Evi Baumgartner (SPD), die selbst dort in unmittelbarer Nähe zum Schwimmen geht. Und Martin Mehringer (CSU) berichtete, dass dort ein Catering-Service Warmhaltevorrichtungen für ein Büffet aufbaute, als er zuletzt dort war.

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Eine Event-Hütte am See will das Gremium nicht – entsprechend deutlich war das Misstrauen hinsichtlich eines solchen Nutzungszwecks des Badehauses. Robert Kasper (SPD) warnte: „Dort gibt es noch mehr Hütten. Die werden es auch probieren, sollten wir dem zustimmen.“

Bierschneider wollte die Entscheidung erst zurückstellen, doch die Ratsmitglieder wollten Klarheit und stimmten geschlossen gegen die Voranfrage – nicht eine Hand ging nach oben. Der Bürgermeister will den Bauherrn nun aber auffordern, eine Variante einzureichen, die den Vorgaben entspricht.

ak

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