Überwiegend Familien

Asylbewerber beziehen am Freitag Ex-Kinderheim

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Kreuth - Zwei freie Gebäude für Asylbewerber gibt es schon in Kreuth. Am Freitag kommen nun auch die Bewohner. Es soll sich überwiegend um Familien mit kleinen Kindern handeln.

Ein Obdachlosenheim in Reitrain und das ehemalige Kinderheim in Kreuth-Riedlern stehen als Flüchtlings-Unterkünfte zur Verfügung. Bei den Menschen, die am Freitag eintreffen, handelt sich um insgesamt 17 Asylbewerber. Sie werdend das ehemalige Kinderheim beziehen. Das Tegernseer Tal kennen sie bereits. Alle Flüchtlinge, die nach Kreuth kommen, sind bisher in den Notunterkünften in den Turnhallen untergebracht. Es handelt sich hauptsächlich um Familien mit kleinen Kindern, auch eine hochschwangere Frau ist dabei. Ihr Baby zählt bei den Behörden auch schon als Nummer 17. Schulpflichtige Kinder sind laut Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) aber noch nicht dabei.

Während die Familien bisher in Stockbetten und Turnhallen gelebt haben, stehen ihnen in Kreuth Zimmer und ein wenig mehr Privatsphäre zur Verfügung. Das sollte die Stimmung heben. Der Nachteil von Kreuth: Es liegt schon ziemlich abseits. Die obligatorischen Fahrten ins Landratsamt werden nicht einfach werden.

Ein Problem, bei dem die direkten Nachbarn und viele andere Kreuther helfen wollen. Rund 30 haben sich jüngst getroffen, um die Hilfe zu organisieren. Die Helfer wollen sich nach Sparten aufteilen. Heißt: Eine Gruppe ist vor Ort für die Freizeitgestaltung und Integration zuständig, die andere übernimmt die Fahrten ins entfernte Miesbach. Den Bürgermeister freut es, dass sich so viele Engagierte gefunden haben. „Das war eine sehr gute Veranstaltung. Ich glaube, wir haben vorerst alle Fragen erfüllend geklärt.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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