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Hervorragend wandern lässt es sich in Kreuth seit jeher, wie hier bei Siebenhütten. Schon bald darf sich die Gemeinde aber offiziell Bergsteigerdorf nennen.

17 Betriebe in Kreuth wollen Partner werden

Ins Bergsteigerdorf kommt Bewegung

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Wenn die Gemeinde Kreuth im Frühjahr kommenden Jahres offiziell Bergsteigerdorf wird, will sie gut aufgestellt sein. Das Werben um Partnerbetriebe war bereits erfolgreich - jetzt geht‘s noch um eine Förderung.

Kreuth – Die Gemeinde Kreuth marschiert strammen Schrittes dem Siegel Bergsteigerdorf entgegen. Seit im Juni bei einer Bürgerversammlung bekannt gegeben wurde, dass die Bewerbung der südlichsten Tal-Gemeinde um das Prädikat erfolgreich war, ist laut Rathaus-Chef Josef Bierschneider (CSU) einiges geschehen. In der Gemeinderatssitzung zog er jetzt ein erstes – positives – Fazit.

So blickte Bierschneider unter anderem auf eine Info-Veranstaltung im Juli für interessierte Bürger und Partnerbetriebe zurück. „Der Saal war rappelvoll“, berichtete der Rathaus-Chef. 17 Betriebe, darunter Gastgeber und Einzelhändler, hätten mittlerweile ihr Interesse signalisiert, Partner des Bergsteigerdorfes zu werden und ebenfalls das Siegel zu tragen.

Laut Bierschneider haben sich außerdem vier Arbeitsgruppen gegründet, die sich um verschiedene Belange des Bergsteigerdorfs Kreuth kümmern möchten: zum Beispiel das Erstellen einer Broschüre oder die Organisation der Verleihungsfeier, die fürs kommende Frühjahr geplant ist. „Insgesamt ist die Resonanz sehr erfreulich“, meinte Bierschneider, der seinerseits bereits einen Förderantrag für das Projekt Bergsteigerdorf gestellt hat, wie er im Gemeinderat mitteilte.

Auf Nachfrage wird Bierschneider konkreter. „Der Freistaat hat eine Tourismus-Offensive gestartet“, erläutert er. Dabei werden verschiedene Projekte finanziell unterstützt, unter anderem gibt’s eine Anschubhilfe für neue Bergsteigerdörfer. Gefördert werden Marketing-Maßnahmen, die den Ort bekannter machen. Maximal 30 000 Euro kann Kreuth an Fördermitteln bekommen.

Auch in Sachen Mobilität möchten sich die Kreuther neu aufstellen. „Wir wollen schauen, wie wir die Bergsteiger gut und sauber zum Ausgangspunkt ihrer Touren und wieder zurück bringen“, macht Bierschneider deutlich. Ideen gebe es schon einige: zum Beispiel den Ausbau der ÖPNV-Anbindung oder auch die Einrichtung eines Bergsteigertaxis.

gab

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