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Bezog bei der Bürgerversammlung zu allen wichtigen Themen Stellung: Rathauschef Josef Bierschneider.

Gemeinde will sie jetzt kaufen

May-Klinik: Besitzer wollte Asyl-Unterkunft daraus machen

Kreuth - Interessante Infos gab Bürgermeister Josef Bierschneider bei der Bürgerversammlung in Kreuth: Die May-Klinik, welche die Gemeinde überlegt zu kaufen, stand als Asylbewerber-Unterkunft zur Debatte.

Bestens besucht mit über 100 Bürgern und vor allem überdurchschnittlich vielen jungen Interessierten, war am Donnerstagabend die Bürgerversammlung Kreuth im Hotel Zur Post. Anträge oder Nachfragen zu den Ausführungen von Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) gab es nicht, dabei hätte sich das Kernthema Tourismus bestens dafür angeboten.

Nach statistischen Betrachtungen, bei denen Kreuth 2015 ein Plus bei den Übernachtungen (9,04 Prozent bei insgesamt 235.000 Übernachtungen) und bei den Gästeankünften (6,76 Prozent bei 76.300 Gästen) verbuchen konnte, bezog Bierschneider auch zur „Causa Köhl“ Stellung: „Wir haben das genau geprüft, und die Entscheidung ist uns Bürgermeistern nicht leicht gefallen.“ Um in Personalangelegenheiten keine Persönlichkeitsrechte zu verletzten, könne er die Gründe für die Entscheidung nicht darlegen, machte Bierschneider deutlich. „Wenn ich es könnte, wäre die Entscheidung aber nachvollziehbar.“ Er räumte ein, dass die Zusammenarbeit mit dem Beirat nicht optimal gelaufen sei: „Wir haben daraus gelernt und hoffen, dass wir trotzdem weiter gut mit dem Beirat zusammenarbeiten werden.“ 

Auch das Thema May-Klinik bewegte den Rathauschef: „Immer wieder treten Interessenten mit großen Ideen an uns heran. Und dann hört man nichts mehr von ihnen“, bedauerte Bierschneider. Der jetzige Besitzer habe sogar schon Anträge an das Landratsamt gestellt, damit die ehemalige May-Klinik zur Großunterkunft für Asylbewerber umfunktioniert werden würde. Die Gemeinde aber habe ihm daraufhin eine Veränderungssperre avisiert, so dass der Antrag zurückgezogen wurde. Daraufhin habe sich, wie berichtet, der Gemeinderat entschlossen, ein Kaufangebot abzugeben, damit dort einheimische Betriebe und Mietwohnungen, die mit Wohnungsgenossenschaften realisiert werden sollen, unterkommen.

Von Alexandra Korimorth

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