+
Attraktive Berggipfel, dörfliche Struktur: Die Gemeinde Kreuth rechnet sich gute Chancen auf den Titel „Bergsteigerdorf“ aus. Im Sommer wird die Jury des Alpenvereins wohl eine Entscheidung treffen .

Einstimmiger Beschluss im Kreuther Gemeinderat

Bergsteigerdorf: Jetzt geht‘s an die Bewerbung

  • schließen

Jetzt ist es offiziell: Die Gemeinde Kreuth will sich um das Siegel „Bergsteigerdorf“ bewerben - und bekennt sich damit zum sanften Tourismus. Im Gemeinderat war die Bewerbung unstrittig.

Kreuth -  Der Gemeinderat, der 2014 schon einmal Interesse an dem Alpenvereins-Projekt bekundet hatte, stimmte auch jetzt einhellig für die Bewerbung. „Ich hoffe, dass wir überzeugen können“, sagte Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) mit Blick auf die strengen Kriterien. Offenbar sieht’s aber nicht schlecht aus.

Der Deutsche Alpenverein (DAV), der das Siegel vergibt, hat den Ort Kreuth bereits intensiv unter die Lupe genommen. Das Ergebnis freut den Bürgermeister: „Es sind keine grundsätzlichen Ausschluss-Kriterien vorhanden“, teilte er im Gemeinderat mit. Somit kann Kreuth mit seiner Bewerbung in die nächste Runde gehen. Voraussichtlich im Mai oder Juni werde das zuständige Gremium die Unterlagen bewerten. Läuft alles glatt, könnte Kreuth 2018 „in das Projekt hineinkommen“, meinte Bierschneider.

Der Rathaus-Chef zeigte sich einmal mehr überzeugt, dass Kreuth gut in die Reihe der Bergsteigerdörfer passen würde. „Wir haben zig Berggipfel und wunderschöne Wege in jedem Schwierigkeitsgrad“, argumentierte er. Zudem weise Kreuth eine sehr gute Tourismus-Struktur mit vielen kleinen Betrieben auf und setze – wie von einem Bergsteigerdorf gefordert – schon jetzt auf nachhaltigen Tourismus.

Auch Martin Walch (SPD) war für die Bewerbung und sprach bezüglich des Siegels von einem „tollen Alleinstellungsmerkmal“. Er sei froh, dass die nächtlichen Event-Skitouren auf den Hirschberg mittlerweile wieder eingestellt worden seien. „Das“, so Walch, „wäre sicher nicht von Vorteil gewesen für unsere Bewerbung.“

Sollte Kreuth mit dieser erfolgreich sein, würde sich die Tal-Gemeinde in guter Gesellschaft befinden: Neben Ramsau bei Berchtesgaden haben es mittlerweile auch Schleching und Sachrang im Chiemgau in den Kreis der deutschen Bergsteigerdörfer geschafft.

gab

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Majestätischer Aufmarsch zur Eröffnung
Mit majestätischen Bläserklängen ist am Donnerstagabend die 45. Tegernseer Woche eröffnet worden. Die Chiemgauer Bläsergruppe Rupertiblech führte das Publikum zurück in …
Majestätischer Aufmarsch zur Eröffnung
Kindergarten soll zwölf Monate im Jahr offen haben
Eigentlich bat der Kindergarten in Bad Wiessee nur um einen Zuschuss. Doch den Antrag nahm der Gemeinderat zum Anlass, um einen Wunsch loszuwerden. Es geht um die …
Kindergarten soll zwölf Monate im Jahr offen haben
Gemeinde will Holzfäller-Hütte wieder loswerden
Das Projekt „Zeiselbach Winterstube“ ist für Bad Wiessee gestorben. Die Gemeinde will den Pachtvertrag für die einstige Forstarbeiter-Hütte kündigen. Das Ende einer …
Gemeinde will Holzfäller-Hütte wieder loswerden
Ein Mal quer durch den See
Radfahren, Laufen, Segeln – in diesen Disziplinen ist der Tegernsee bereits präsent. Jetzt kommt das Langstreckenschwimmen.
Ein Mal quer durch den See

Kommentare