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Areal der ehemaligen May-Klinik.

Städtebauliches Entwicklungskonzept wird Thema im Gemeinderat 

Tauziehen um die May-Klinik dauert an

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Ein städtebauliches Konzept für das Areal der May-Klinik gibt‘s schon. Der Gemeinderat muss es nur noch verabschieden. Was fehlt, ist ein Investor, der der Gemeinde beim Kauf unter die Arme greift.

Kreuth – Wenn sich der Gemeinderat Kreuth am Donnerstag, 11. Oktober, um 19 Uhr zur Sitzung trifft, dann geht es auch um das Areal der ehemaligen May-Klinik in Enterfels. Das Gremium muss sich mit einem städtebaulichen Entwicklungskonzept für das 50 000 Quadratmeter große Areal befassen. „Es ist nötig, damit die von uns gewollte Vorkaufsrechtssatzung wirksam wird“, erklärt Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) im Vorfeld.

Eine konkrete Entscheidung, wie es mit dem Areal und der seit 2012 leer stehenden ehemaligen Klinik weiter geht, ist damit allerdings noch nicht verbunden. Die Gemeinde würde die Fläche gerne erwerben. 2,8 Millionen Euro hat sie dem Besitzer Benedict Mathews geboten, mindestens vier Millionen Euro will der aber haben. Mit dem Vorkaufsrecht soll verhindert werden, dass etwa exklusive Eigentumswohnungen entstehen. Weil die Gemeinde den Kauf nicht alleine stemmen könnte, sucht sie nach wie vor einen Investor. Bei den Gesprächen mit potenziellen Partner gab es aber noch keinen Durchbruch: „Es springen immer wieder Investoren ab, neue kommen dazu“, berichtet Bierschneider. Fest steht: Die Gemeinde könnte sich zwei Mehrfamilienhäuser mit 16 bis 20 bezahlbaren Wohnungen vorstellen, ein Gewerbegebiet für einheimische Betriebe sowie ein Einheimischen-Wohnprogramm. Diese Wünsche sind in dem städtebaulichen Konzept verpackt.

Lesen Sie hier auch, wie schon vor dem Verwaltungsgericht verhandelt wurde. 

Es könnte aber auch zu einem Hotel- oder Klinikprojekt kommen. Interessent ist nach wie vor die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bayern Süd, für die das May-Areal ein Plan B wäre, sollte es mit der Erweiterung auf der Point nicht klappen. „Wir haben zumindest bis dato keine Absage“, so Bierschneider.  

gr

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