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Mit dem neuesten Modell seines E-Rollers ist Fanz Zehendmaier am Wochenende auf der Münchner Messe „Die 66“ vertreten.

Franz Zehendmaier präsentiert neuen E-Roller

Interview: Mit dem Exot auf der Münchner Senioren-Messe

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Seine „Rosi-Roller“ haben den Kreuther Franz Zehendmaier bekannt gemacht. Am Wochenende präsentiert der 68-Jährige seine Erfindungen bei der Messe „Die 66“ in München. Mit dabei: der E-Roller zum Sitzen.

Kreuth - Seit 20 Jahren tüftelt der Zweiradhändler Franz Zehendmaier (68) aus Kreuth an den verschiedensten Roller-Varianten und entwickelt sie stetig weiter. Von Freitag bis Sonntag, 19. bis 21. Mai, ist der Erfinder mit seinen Produkten auf der Messe „Die 66“ in München vertreten. Wir haben bei ihm nachgefragt, was er an seinem Stand so zu bieten hat.

Herr Zehendmaier, Sie sind am Wochenende zum zweiten Mal auf der Messe „Die 66“ in München vertreten. Welche Neuheit aus Ihrer Erfinder-Werkstatt werden die Besucher zu sehen bekommen?

Franz Zehendmaier: Das Neueste ist der Roller mit Sitz und eigenem Antrieb. Seit heuer gibt es davon eine Pedelec-Version – das heißt, der Fahrer braucht keine Zulassung mehr. Er muss sich allerdings auf dem Roller bewegen, damit er von alleine weiter fährt. Dann aber kann er seine Füße bequem aufs Trittbrett stellen. Mit dem Roller darf man übrigens auf dem Radlweg fahren, und es gibt keine Helmpflicht.

Für wen ist der Elektro-Roller denn besonders geeignet?

Franz Zehendmaier: Vor allem für Leute, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Radlfahren können. Zum Beispiel nach einem Schlaganfall, oder weil sie übergewichtig sind. Mit 120 bis 130 Kilo kommt man eben auf kein Radl mehr drauf. Mein Roller ist dagegen mit bis zu 150 Kilo belastbar – je nach Kunde rüste ich ihn schon mal mit zwei Motoren aus, die dann synchron funktionieren.

Sie konzentrieren sich bei der Weiterentwicklung Ihrer Fahrzeuge also vor allem auf Menschen mit Handicap?

Franz Zehendmaier: Meine Firma hat einen Leitspruch: Ich möchte für Menschen mit und ohne Behinderung die Lebensqualität verbessern oder zumindest erhalten. Und das auch noch umweltfreundlich und kostengünstig. Von meinen Kunden bekomme ich ganz viele positive Reaktionen. Eine Frau hat mal gesagt, seit sie den Roller hat, steht ihr Rollstuhl im Keller – mit Staub darauf.

Ihr Klientel kommt aus ganz Deutschland. Wie kommen die Kunden auf Ihre kleine Firma in Kreuth?

Franz Zehendmaier: Wenn jemand einen Roller bestellt hat, schicke ich ihm gleich einen Packen Prospekte mit, die er dann im Bekanntenkreis verteilen kann. Für die Vermittlung eines neuen Kunden gibt’s eine Prämie in bar. Ganz wichtig ist natürlich auch das Internet.

Und natürlich die entsprechenden Ausstellungen und Messen. Auf der „Die 66“ sind Sie aber doch sicher ein Exot, oder?

Franz Zehendmaier: Eigentlich schon. Der Veranstalter wollte mich im vergangenen Jahr unbedingt auf der Messe haben und hat mir einen super Stand zur Verfügung gestellt. Die brauchen halt auch ein Zugpferd für ihre Messe – bei der Hälfte der Aussteller geht’s ja um Altersversorgung und angenehmes Wohnen im Alter.

gab

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