Leonhardi Kreuth Söder Aigner
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Ministerpräsident Markus Söder neben Landtagspräsidentin Ilse Aigner bei Leonhardi in Kreuth.
Leonhardifahrt in Kreuth
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Ilse Aigner macht ein Selfie mit Markus Söder.
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Der Vorreiter mit der Leonhardi-Standarte.

Hunderte Zuschauer verfolgen Umritt  - Söder und Aigner dabei

So schön war die Leonhardifahrt in Kreuth

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  • Alexandra Korimorth
    Alexandra Korimorth
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Was für ein Bild: Ministerpräsident Markus Söder und Landtagspräsidentin Ilse Aigner nahmen am Mittwoch an der Leonhardifahrt in Kreuth teil. 

Kreuth – 36 festlich geschmückte Truhenwägen, nochmal so viele Reiter, hunderte von Wallfahrern und Zuschauern: Auch mit reichlich Politprominenz und einer ungewöhnlich freiheitlichen Predigt standen Tradition und Werte im Vordergrund der ältesten Leonhardifahrt Bayerns.

Unter Blasmusik traf der Kirchenzug im Garten des Handlhofs gegenüber der St. Leonhardskirche ein: vorneweg die Blasmusik und die Fahnenträger, die Geistlichkeit und die Ehrengäste, darunter Ministerpräsident Markus Söder, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Landrat Wolfgang Rzehak, Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider sowie Talkollegen. Sie nahmen mit den Trachtlern, Schalkfrauen, Miederdirndln und den Gebirgsschützen um den dort aufgebauten Altar Aufstellung. 

Monsignore Walter Waldschütz aus Tegernsee begrüßte die Wallfahrer und freute sich, dass man in Kreuth den Festtag des Heiligen Leonhard an dem Tag feiere, auf den er auch falle. Es sei ihm eine große Ehre, mit der Polit-Prominenz und dem Salzburger Erzabt Korbinian Birnbacher, der auch Präsident der Bayerischen Benediktinerakademie ist, gleich drei Präsidenten zu „Lehards“ in Kreuth begrüßen zu können. 

Leonhardi in Kreuth: Freude über Söders Kommen

In Richtung Ministerpräsident sagte er aufmunternd: „Schön, dass Sie eine unterbrochene Tradition wieder aufleben lassen und ab jetzt wieder jedes Jahr an der Kreuther Leonhardifahrt teilnehmen werden!“ 

Nicht nur für die Zuschauer und Gäste, sondern auch für die Pferde, die Fuhrleute und die Gläubigen erbat Waldschütz den Segen: „Denn wir brauchen ihn besonders.“ 

Erzabt Birnbacher sagte, er sei der Einladung des Tegernseer Tals, „der Terra Benediktina“, das für Gastfreundschaft und das Offensein stehe, gerne nachgekommen. Zuvor erinnerte er aber noch an den Heiligen Leonhard, der im 6. Jahrhundert in Limoges lebte, aus königlichem Hause war und sich gegen einen Bischofssitz und eine Karriere entschieden hat, um als Einsiedler zu leben und Menschen zu helfen. „Sein Symbol sind die Ketten. Er aber ist der Patron der Freiheit. Und wir sind zur Freiheit berufen“, stellte Birnbacher klar. 

Kreuther Leonhardiritt: Freiheitliche Predigt

Manchmal brauche es Menschen, die uns befreien, wenn wir verstrickt und verkettet sind in unsere Sünden und Fehler und uns damit selber lähmten. Begeistert, dass er lauter freie Menschen unter freiem Himmel vor sich habe, lobte der Erzabt die Kraft, nach unserer Berufung zu suchen und sie verfolgen. „Hier an diesem paradiesischen Flecken Erde ist dieser Schatz“, sagte Birnbacher und lobte die Traditionen als Kraft der Vergangenheit, die es brauche, um in die Zukunft gehen zu können. „In Zeiten, wo alles überreguliert ist, braucht es den Blick in die Freiheit. Bewahrt, was kostbar ist, aber werft den Ballast ab wie St. Leonhard“, forderte der Erzabt. 

Später begaben sich die Wallfahrer zu ihren Wägen, die dann nach alter Sitte drei Mal die Kreuther Kirche St. Leonhard umrundeten. Dort erhielten die Teilnehmer, unter denen Goaßlschnalzer, Musiker, der evangelische Pfarrers Martin Weber, Schulkinder der dritten Klasse und auch Herzogin Helene in Bayern waren, den Leonhardisegen. 

Und nach der dritten Runde ging es noch grüßend am Landesvater, der Landtagspräsidentin, dem Landrat und der lokalen Politprominenz vorbei, die weiter unten am Kirchberg Spalier standen.

ak

+++Aktualisierung Mittwoch, 6. November, 11 Uhr+++

Kreuth - Das hat es seit Franz Josef Strauß nicht mehr gegeben: Ein bayerischer Ministerpräsident nimmt an der Leonhardifahrt in Kreuth teil, der ältesten in ganz Bayern. Gestern durfte sich Kreuth mal wieder über einen hohen Besuch freuen. Markus Söder kam und ließ sich im bemalten Truhenwagen durchs Dorf kutschieren. Neben ihm saß Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die sich - wie es bei Trachtlerinnen im Schalk der Brauch ist - einen Fuchspelz umgelegt hatte. Das Wetter spielte prächtig mit, auch wenn sich alle Teilnehmer warm einpacken mussten. 

In Kürze gibt‘s mehr von der Leonhardifahrt.

+++Aktualisierung Dienstag, 5. November, 14 Uhr+++

Ganz Kreuth freut sich auf die Leonhardifahrt am Mittwoch, 6. November. Heuer hat sich hoher Besuch angemeldet: Ministerpräsident Markus Söder wird am ältesten Umritt in Bayern teilnehmen. „Es ist Tradition bei uns, dass die Ministerpräsidenten eingeladen werden“, sagt Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU). Franz Josef Strauß sei während seiner Amtszeit öfter dabei gewesen, die Ministerpräsidenten vor Söder seien jedoch nicht der Einladung nach Kreuth gefolgt. Diesmal ist das anders. Söder bekommt natürlich einen prominenten Platz. „Wir reservieren ihm die erste Reihe im Gemeinderats-Truhenwagen“, verrät Bierschneider. Dort darf er neben Landtagspräsidentin Ilse Aigner Platz nehmen. Denn auch die hat ihr Kommen zugesagt. 

+++Ursprünglicher Artikel+++

Kreuth– Pferdegespanne mit historischen Truhenwagen, Schalkfrauen, Trachtler, Gebirgsschützen und Honoratioren. Dazu buntes Herbstlaub, Kirchengeläut, Peitschenknallen und Hufeklappern: Leonhardi ist in Kreuth ein Festtag für die Bevölkerung und ein beliebter Ausflugstermin. Rathaus, Bauhof und Kindergarten haben an diesem Tag geschlossen. Der Umritt ist der älteste in ganz Bayern. Dies belegen Zeugnisse aus dem Jahr 1442.

Traditionell findet der Umzug zu Ehren St. Leonhards, dem Schutzpatron von Ross und Reiter, am 6. November statt. Zeitgleich feiert Kreuth auch das Patrozinium seiner Pfarrkirche. Rund 30 festlich geschmückte Pferdegespanne, so schätzt Bürgermeister Josef Bierschneider, werden auch heuer dabei sein. Vorneweg der Vorreiter mit der Leonhardi-Standarte. Sie zeigt vorne den Heiligen Leonhard und auf der Rückseite die Kreuther Pfarrkirche sowie den Leonhardstein.

Hier finden Sie die schönsten Bilder von der Leonhardifahrt 2018

Los geht’s am Mittwoch um 9.15 Uhr mit dem Kirchenzug, um 9.30 Uhr folgt der Gottesdienst. Korbinian Birnbacher, Stiftsabt von St. Peter in Salzburg, wird heuer die Festpredigt halten. Anschließend, um 10.30 Uhr, setzt sich der Leonhardi-Festzug in Bewegung. Dreimal umrunden die Teilnehmer den Kirchberg, um sich den Segen abzuholen. Nach dem Umritt geht’s mit Essen und Trinken in den Gasthöfen weiter, ab 20 Uhr wird zum Tanz in den Leonhardstoana-Hof eingeladen.

Lesen Sie hier: Die Liebe der Bayern zum Heiligen Leonhard: Brauch wird in der Region begeistert gepflegt

Die Polizei Bad Wiessee weist darauf hin, dass die Bundesstraße 307 an diesem Tag von 9 bis 13 Uhr für den Verkehr gesperrt ist. „RVO-Busse lotsen wir durch“, kündigt der stellvertretende Inspektionsleiter Roman Hörfurter an.

Zwölf Jahre lang waren Anahid Klotz und ihre Esel Teil der Murnauer Leonhardifahrt. Beim Segen des „Bauernherrgotts“ am Mittwoch werden sie jedoch nicht mit dabei sein.

Blitz und Donner zum Finale: 50. Rosstag trotzt dem Gewitter

gr

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