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Auf diesem Stuhl sitzend, zündete sich die Rumänin eine Zigarette an. Unglücklicherweise sprühte gerade ihre Nachbarin Wespengift in die Holzwand. Sie vermutete dort ein Wespennest.  

Kurioser Zwischenfall auf dem Balkon 

Stichflamme bei Wespenjagd - und ein Nachbar reagiert blitzschnell

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Gerade als eine Kreutherin (69) auf ihrem Balkon mit einer  Spraydose zugange war, zündete sich ihre Nachbarin eine Zigarette an. Das führte zu einer Stichflamme - zum Glück reagierte ein weiterer Nachbar blitzschnell.

Wie die Wiesseer Polizei meldet, war am Montag gegen 19 Uhr eine 69-Jährige auf ihrem Balkon in einem Wohn- und Geschäftshaus in Weissach mit einer Spraydose zugange. Es handelte sich um ein Insektenschutzmittel, die Frau wollte Wespen bekämpfen. Sie bemerkte nicht, dass sich ihre Nachbarin, eine 36-jährige Rumänin, ebenfalls auf dem direkt angrenzenden Balkonabschnitt befand. Zwischen den Balkonen befindet sich eine Sichtschutzwand.

Die Frau war gerade dabei,  sich eine Zigarette anzuzünden, als die Kreutherin mit ihrem Sprühvorgang begann. Der aus der Spraydose austretende Sprühnebel entzündete sich daraufhin als etwa  drei Meter hohe Stichflamme und setzte den auf dem Balkon befindlichen Wäscheständer samt Wäsche sowie Teile des Balkons in Brand. 

Nachbar wirft brennenden Wäscheständer vom Balkon

Ein auf den Vorfall aufmerksam gewordener Nachbar der Damen schaffte es kurz darauf, den Wäscheständer vom Balkon zu werfen, sodass alle Beteiligten unverletzt blieben. 

Die Freiwillige Feuerwehr Kreuth und Rottach-Egern, welche mit insgesamt sieben Fahrzeugen vor Ort waren, kümmerten sich noch um das restliche Ablöschen des Wäscheständers sowie des Balkons. Über den Hergang des Brands sagt der Kreuther Feuerwehr-Kommandant Thomas Wolf: „Das war wirklich eine Verkettung unglücklicher Umstände.“ Die Feuerwehr entlüftete die verrauchten Wohnungen der beiden Frauen und suchte die Fassade nach Brandnestern ab.  

Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 5000 Euro. Weiterhin befanden sich vier Rettungsfahrzeuge, eine Notärztin sowie zwei Streifen der Polizei Bad Wiessee im Einsatz.

Lesen Sie auch: Neue Asylunterkunft in Kreuth

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