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An der Sutten in Rottach-Egern herrschen nach wie vor gute Bedingungen fürs Langlaufen. Ein Großteil der anderen Loipen am Tegernsee war heuer aber nicht in Betrieb.

Rückblick auf einen wechselhaften Winter

Ein paar Loipen retten die Langlauf-Saison am Tegernsee

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Langläufer hatten in diesem schneearmen Winter keine guten Karten. Die meisten Loipen konnten gar nicht erst gespurt werden. Am Tegernsee retteten ein paar wenige Strecken die Saison. 

Tegernseer Tal – Der Winter war heuer eine launische Diva: Der Schnee kam immer nur zögerlich und in kleinen Mengen, die Temperaturen waren viel zu mild. Gerade für die Freunde des nordischen Wintersports war es eine bescheidene Saison, die meisten Loipen konnten gar nicht erst gespurt werden. Am Tegernsee ist man angesichts des wechselhaften Winters dennoch zufrieden: Immerhin war hier Langlaufen durchgehend möglich.

„Der Ist-Zustand ist immer noch gut“, sagt Christine Miller von der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT). Die Projektleiterin für den Aktivbereich meint damit die Loipen zwischen Klamm, Bayerwald und Glashütte in Kreuth sowie die hoch gelegene Suttenrunde in Rottach-Egern. Alle übrigen Loipen im Tegernseer Tal – insgesamt mehr als 100 Kilometer – waren in diesem schneearmen Winter überhaupt nicht in Betrieb.

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Bad Wiessee und Gmund etwa waren heuer für die Langläufer ein Totalausfall. Dass hier in der verbleibenden Saison noch Strecken gespurt werden können, hält Miller für sehr unwahrscheinlich. Dennoch hat die TTT-Mitarbeiterin nach eigener Aussage bislang ausschließlich „positive und dankbare Rückmeldungen“ von den Sportlern erhalten. Die Langläufer seien froh gewesen, überhaupt irgendwo im bayerischen Oberland ihre Runden ziehen zu können.

Auch die Loipenpflege machte der durchwachsene Winter in diesem Jahr besonders schwierig. „Wenn es immer wieder hineinregnet, macht das viel kaputt“, erklärt Miller und fügt hinzu: „Unsere Loipenfahrer haben einen tollen Job gemacht.“ Und der ist auch noch nicht beendet. Nachdem die Suttenrunde auf über 1000 Metern liegt und in der Kreuther Klamm die Temperaturen bekanntermaßen niedriger sind als anderswo, geht Miller davon aus, dass die Loipen noch bis zum Saisonabschluss Ende März befahrbar sind.

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Auch wenn am Tegernsee Schadensbegrenzung möglich war und fast alle Langlaufkurse stattfinden konnten: Für den nächsten Winter hofft Miller wieder auf eine Saison „mit viel mehr Schnee“. „Schließlich“, so sagt sie mit Blick auf die Wintersportsaison, „hängen da ganze Existenzen dran“.

Auch der Betrieb in den Skigebieten kam heuer nur langsam in Schwung. Hier lesen Sie mehr dazu.

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