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Blick zum Gipfel des Leonhardsteins: Erstbegeher Daniel Hirsch hat sich über die Route "Aprilscherz" abgeseilt, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. 

Absturz am Leonhardstein

Verunglückte Kletterer abseits von Route unterwegs

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Kreuth - Die beiden Kletterer, die am Samstag am Leonhardstein verunglückten, waren nicht auf einer angelegten Route unterwegs. Sie stürzten von einem selbst errichteten Standplatz aus ab. 

Mit Entsetzen hat Daniel Hirsch den Bericht in unserer Zeitung über den A bsturz der beiden Starnberger Kletterer an der Südwand des Leonhardsteins in Kreuth gelesen. Hirsch ist einer derjenigen Sportkletterer, die die Route "Aprilscherz", auf der das Unglück laut Polizei passiert war, eingerichtet hat. Nun kann er aufatmen: Wie die Wiesseer Beamten am Donnerstag richtig stellten, kam es nicht auf der Route selbst zum Absturz, sondern erst oberhalb davon.

"Eine schwere Last ist mir von den Schultern genommen worden", sagt Hirsch, der sich dieser Tage über die angelegte Route "Aprilscherz" von oben abgeseilt hat, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen. Mit großer Erleichterung hat er festgestellt. "In der Route waren alle Standplätze in Ordnung."

Beweisfoto: Der Haken am obersten Standplatz der Route "Aprilscherz" ist völlig unversehrt.

Die Polizei bestätigt den Irrtum. Weitere Ermittlungen sowie eine Besichtigung des Unfallortes durch Mitglieder der Alpinen Einsatzgruppe Rosenheim hätten ergeben, dass die beiden Kletterer oberhalb der begangenen Route "Aprilscherz" in der Südwand noch eine weitere Seillänge geklettert waren.

Am Ende dieser Seillänge errichtete einer der beiden Sportler aus Starnberg mit seinem eigenen Sicherungsmaterial einen Standplatz zur Sicherung der Seilschaft. Dieser Standplatz hielt der Belastung nicht stand: Ein Felsblock brach aus und führte zum Absturz der 34 und 35 Jahre alten Männer. Beide Kletterer stürzten in westlicher Richtung in die Tiefe.

Wie die Tegernseer Zeitung berichtete, blieb das Seil, das die beiden Kletterer verband, glücklicherweise an einem Baum hängen, wodurch der weitere Absturz verhindert wurde. Der 34-Jährige wurde dabei schwer, sein Partner leicht verletzt. "Ich denke an die Verunglückten und hoffe, dass es ihnen bald wieder besser geht", sagt Daniel Hirsch. Die Polizei dazu: Dem Schwerverletzten geht es den Umständen entsprechend gut.

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