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Objekt der Begierde: Die Gemeinde Kreuth will die ehemalige May-Klinik kaufen.

May-Klinik-Kauf nach wie vor in der Schwebe

May-Klinik: Eigentümer zeigt Gemeinde die kalte Schulter

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Kreuth - Die Gemeinde Kreuth will die May-Klinik kaufen. Der irische Eigentümer Benedict Mathews verfolgt aber andere Pläne. Er zeigt der Gemeinde die kalte Schulter.

Das Angebot der Gemeinde Kreuth steht schon seit Monaten: Sie will die ehemalige May-Klinik kaufen (wir berichteten). Doch auf eine Rückmeldung des Eigentümers Benedict Mathews, Geschäftsführer der Cooley Group, wartet Bürgermeister Josef Bierschneider noch immer. Vermutlich hofft Mathews weiter auf einen Käufer, der mehr Geld für das 50 000 Quadratmeter große Grundstück zahlt. Der Ire ist mit Auskünften sehr sparsam. Vor einigen Wochen erklärte er gegenüber unserer Zeitung nur knapp, es gebe nichts Neues. Jetzt war er nicht zu erreichen, die Bitte um Rückruf blieb unbeantwortet. 

In der Vergangenheit hatte Mathews immer wieder erklärt, er sei mit Interessenten im Gespräch, die ein Hotel oder ein Seniorenheim planen. Auch bei der Gemeinde hatten sich Investoren gemeldet. All die Ideen sind offenbar verpufft. So stellte Mathews beim Landratsamt den Antrag, die verwaiste Klinik in ein Asylbewerberheim umzuwandeln. Das gefiel der Gemeinde ganz und gar nicht. „Das Gebäude ist doch auch gar nicht mehr bewohnbar“, meint Bierschneider. 

Um die Nutzung als Flüchtlingsheim zu verhindern, kündigte die Gemeinde den Erlass einer Veränderungssperre an. Daraufhin zog Mathews seinen Antrag an den Gemeinderat zurück. „Die Veränderungssperre haben wir aber noch in der Schublade“, macht Bierschneider klar. Sollte Mathews den Antrag doch noch stellen, werde die Gemeinde die Sperre erlassen. 

Bierschneider hofft, dass die Gemeinde die Fläche noch erwerben kann. Die Pläne für ihre Nutzung sind im Stillen weit gediehen. Vorgesehen sind die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und die Ansiedlung von Betrieben. Für beides besteht nach Einschätzung Bierschneiders Bedarf. 

Wie viel die Gemeinde für das Klinik-Areal zu zahlen bereit ist, gibt Bierschneider nicht preis. Es handle sich aber um eine durchaus faire Summe, die sich an einem von der Gemeinde beauftragten Wertgutachten orientiere, erklärt der Bürgermeister. Mehr könne die Gemeinde auch nicht ausgeben. Schließlich wolle sie auf dem Gelände keine teuren Eigentumswohnungen errichten, sondern verfolge soziale Zwecke. Sollte Mathews allerdings noch an einen Investor verkaufen, der ein Hotel errichte, sei der Gemeinde dies auch sehr recht, macht Bierschneider deutlich. Nur passieren solle bald etwas: Das Gemäuer verfällt immer mehr. Zum Glück, sagt Bierschneider, stehe es weitab und nicht mitten im Ort

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