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Der Ludwig-Erhard-Gipfel findet erstmals in der Bachmair-Weissach-Arena statt. 
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Der Ludwig-Erhard-Gipfel findet erstmals in der Bachmair-Weissach-Arena statt. 

500 Gäste am ersten Tag 

Mit viel Kondition zum Ludwig-Erhard-Gipfel

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Eigentlich wäre keine besondere Kondition nötig, um den Ludwig-Erhard-Gipfel zu erreichen. Diesmal schon. Doch trotz Schneechaos schlugen sich die Gäste zahlreich zum Treffen in der Bachmair-Weissach-Arena durch.

WeissachHenry Maske war aus Rügen gekommen. „So schnell wie möglich“, lächelte der Ex-Profiboxer. Ein Lacher ging durch die Reihen. Denn für die Anreise hatte jeder im Publikum deutlich länger gebraucht als sonst. Doch letztlich trudelten gut 500 Tagungsteilnehmer in der großen Halle beim Hotel Bachmair Weissach ein. Einen solchen Gipfel lässt man nicht einfach sausen. 50 prominente Redner wechseln sich an zwei Gipfeltagen auf dem Podium ab, es geht um die großen Themen der Zukunft. Das hat seinen Preis: 1755 Euro kostet das Kombi-Ticket für beide Tage plus Gipfel-Nacht im Hotel Das Tegernsee. Den Gipfel abzusagen, kam trotz des Katastrophenfalls im Landkreis Miesbach nicht in Frage.

„Es schneit halt“, meinte Organisatorin Christiane Goetz-Weimer, die mit ihrem Gatten Wolfram Weimer strahlend die Gäste begrüßte. Wer es einmal bis in die Halle schafft hatte, konnte das Schneechaos vor der Tür vergessen. Der Zeitplan hatte sich um eine halbe Stunde verschoben, was den Ablauf nicht besonders störte. „Kein Redner hat abgesagt“, freute sich Goetz-Weimer. Bis auf einen: FDP-Chef Christian Lindner entschuldigte sich kurzfristig. Aber nicht wegen der Wetterlage. „Es gibt ja auch noch einen Flughafen-Streik“, seufzte Goetz-Weimer. Lindner sandte einen Video-Gruß.

Den absoluten Willen, eine Sache durchzuziehen: Das eint die Weimers als Veranstalter des Gipfels am Katastrophentag und Henry Maske, den früheren Box-Weltmeister. Er führt heute zehn McDonald’s Franchise-Filialen in Leverkusen, Bergisch Gladbach und Köln. Cherno Jobatey, Fernsehmoderator und Herausgeber der deutschen Ausgabe der Huffington Post, interviewte ihn auf dem Podium. „Ich bin so durchschnittlich wie die meisten anderen auch“, meinte Maske dort. Aber er sei ausdauern, könne sich disziplinieren. Er habe erkannt, dass Selbstkritik hilfreich ist. Und dann gab es diese Lektion, die sein damaliger Trainer Manfred Wolke dem erst 17-jährigen Maske nach einem verlorenen Kampf erteilt hat. Abgekanzelt hat er ihn, das Küken in einer Trainingsgruppe von längst erfolgreichen Sportlern. Den Rauswurf angekündigt. Ein schlimmer Moment, der am Ende die Erkenntnis brachte. „Wenn Du das willst, was Du willst, dann musst Du es auch wirklich wollen.“

Aber wohin treibt die Welt? Wo lohnt es sich, viel Kraft einzusetzen? Über Deutschlands Zukunft sprach Ulrich Reinhardt von der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. In einer Runde mit Hans Demmel (n-tv), Susanne Pfab (ARD), Conrad Albert (ProSiebenSat.1), Florian Haller (Serviceplan) und Robert Pölzer (BUNTE) und Jobatey ging es um die Megatrends der Medienbranche. Fragen, die auch schon bei den ersten vier Erhard-Gipfeln erörtert wurden. Doch bei diesem fünften Gipfel ist einiges neu. Zum einen der Standort: In den Vorjahren war dies das Rottacher Seeforum gewesen. Die Entscheidung, in die Bachmair Weissach Arena zu wechseln, hat dem Gipfel viel Luft verschafft. Ebenso wie die Entscheidung, nicht einen, sondern zwei Veranstaltungstage anzubieten. Dank der Halle bleibt auch viel Platz für eine Ausstellung, in der sich die Gipfel-Partner präsentieren. 35 Stände sind es insgesamt.

Weil Weissach zu Kreuth gehört, ist Josef Bierschneider nun Bürgermeister des Tagungsorts. Er freut sich sehr darüber. „Der Gipfel ist ein würdiger Nachfolger der CSU-Klausuren, die früher in Kreuth stattgefunden haben“, findet er. Zu den regelmäßigen Teilnehmern gehören er und seine Amtskollegen seit jeher. Er habe bei allen Gipfeltreffen inspirierende und spritzige Redner gehört, berichtet Bierschneider: „Da hat man immer etwas mitgenommen.“ Auch Tourismus-Chef Christian Kausch ist begeistert: „Wir sind stolz, eine so hochkarätige Veranstaltung bei uns zu haben.“ Der Gipfel habe sich super entwickelt, findet Alexander Schmid, Geschäftsführer der Standortmarketinggesellschaft Miesbach (SMG). Die SMG unterstütze den Gipfel seit Jahren: „Und dieses Event ist es wirklich wert.“

Heute geht der Gipfel weiter. Der Schneefall soll weniger werden, sodass auch die Anreise von Jean-Claude Juncker gesichert sein sollte. Der Präside

nt der Europäischen Kommission erhält heute Abend den Freiheitspreis der Medien.

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