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Feiner Pinselstrich: Die Malerarbeiten an der Raumschale der Kirchen sind fast abgeschlossen. 

Sanierung geht gut voran 

Am dritten Advent strahlen die Lichter - Glashütter Kirche öffnet ihre Pforten wieder

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Seit Mai ist die Glashütter Kirche wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Am dritten Advent öffnet sie wieder - und wichtige Dinge sind ganz neu. 

Glashütte– Mit feinen Pinseln machen Kirchenmaler die filigrane Raumschale der Filialkirche Mariä Heimsuchung in Glashütte hübsch. Am dritten Advent werden hier wieder die Kerzen flackern. Dann bekommen die Glashütter ihr Gotteshaus rundum saniert zurück. Seit Mai ist die 1700 erbaute Kirche wegen der Renovierungsarbeiten geschlossen. Der Aufwand ist gewaltig, aber den Zeitplan haben die Verantwortlichen gehalten. Wie versprochen, kann die Kirche am 15. Dezember mit einem feierlichen Gottesdienst wieder geöffnet werden.

„Im Mai war das kaum zu glauben“, erinnert sich Pastoralreferentin Maria Thanbichler. Doch die Renovierung schritt erfreulich gut voran. So sind die Fundamente außen trockengelegt und der Sockel neu verputzt. Innen wurde die Elektroinstallation erneuert. Auch diese Arbeiten sind nahezu abgeschlossen. Die Raumschale reinigten Experten in behutsamer Kleinarbeit Stück für Stück, besserten schadhafte Stellen aus und frischten die Farbe auf. „Es ist eine Freude, die Fortschritte zu sehen“, meint Thanbichler. 

Renovierung der Glashütter Kirche geht gut voran

Dass alles so gut voranschreite, sei auch dem Engagement der örtlichen Kirchenverwaltung zu verdanken, allen voran der Baubeauftragten Martina Garhammer. Neu geschaffen werden – mit Ausnahme des Hochaltars – die liturgischen Orte, also Ambo, Tabernakel, Priestersitz, Gabentisch und Osterleuchter. Bislang war die Gestaltung des Altarraums spartanisch. „Eine zusammengestöpselte Geschichte aus dem Kaufhaus“, hatte Monsignore Walter Waldschütz beim Start der Sanierung verlauten lassen.

Jetzt erhält Mariä Heimsuchung Kunstwerke aus verzinnter Bronze, die in der Werkstatt des Ebersbergers Matthias Larasser-Bergmeister entstehen. Er hat bereits Modelle von Ambo und Tabernakel gefertigt, um zu sehen, ob die Proportionen stimmen. Zur Einweihung am dritten Advent wird alles fertig sein.

Glashütter Kirche bekommt neue liturgische Orte 

Was noch warten muss, ist die Restaurierung der Gemälde und Figuren, die das etwa 70 Besucher fassende Kirchlein schmücken. Zur Einweihung werden sie aber gereinigt und aufgehängt, sodass im Inneren nichts fehlt.

Die Renovierung verschlingt viel Geld. 505 000 Euro kostet die Sanierung des Schmuckstücks. Der kirchliche Anteil beträgt 239 000 Euro. Das Erzbischöfliche Ordinariat gewährt einen Zuschuss in Höhe von 217 000 Euro, auch der Kirchbauverein steuert erhebliche Mittel bei. Allerdings sind Spenden mehr als willkommen. Die neuen liturgischen Orte kämen teurer als zunächst vorgesehen, berichtet Thanbichler. Sie hofft, dass sich Sponsoren finden: „Vielleicht übernimmt ja auch jemand eine Patenschaft.“

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