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Schutt und Asche: Das Haus in Trinis fiel im Dezember einem Feuer zum Opfer. Jetzt entsteht eine Frühstückspension.

Gemeinderat erteilt Neubau sein Einvernehmen

Nach schlimmem Brand: Haus in Kreuth-Trinis wird Frühstückspension

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Kurz vor Weihnachten ging das Wohnhaus von Klaus Wiesner in Kreuth-Trinis in Flammen auf. Jetzt soll es als Gästehaus wie Phönix aus der Asche auferstehen.

Kreuth – Die Erinnerungen an die Nacht im Dezember sind noch lebendig. Vor fast genau sechs Monaten legte ein Feuer das Wohnhaus von Wiesner in Schutt und Asche. Das Hab und Gut des damals 54-jährigen Kreuthers, seiner Lebensgefährtin und einer Mieterin wurden zerstört. Sie standen vor dem Nichts. Auslöser war offenbar heiße Asche, die Wiesner in seinem Carport lagerte. Dieser fing Feuer, und die Flammen sprangen aufs Wohnhaus über.

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„Wir sind froh, dass Ihr mit dem Leben davon gekommen seid“, sagte Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) in Richtung Wiesner. Der hatte den Antrag gestellt, das zerstörte Wohnhaus abreißen und eine Frühstückspension bauen zu dürfen. Die Eckdaten: eine Höhe von sechs Metern und eine überbaute Grundfläche von 105 Quadratmetern. „Das einzige Problem sind die engen Verhältnisse auf dem Grundstück und damit die geforderten Abstandsflächen“, sagte Bierschneider. Das Landratsamt habe bereits Zustimmung signalisiert, solange die Brandabstände eingehalten würden.

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Bauamtsleiterin Stephanie Bayarri-Toledo erklärte, dass sich die Pension mit fünf Zimmern in die umliegende Bebauung einfügen würde: „Nur die erforderliche Anzahl von sechs Stellplätzen ist ein Problem“, sagte Bayarri-Toledo. Es seien nur fünf vorhanden. Abhilfe könnte ein sogenannter Gefangenen-Stellplatz schaffen. Bei diesem Konstrukt liegen zwei Parkplätze hintereinander, sodass rangiert werden muss, bevor das hintere Fahrzeug bewegt werden kann.

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Bierschneider erläuterte, dass der Neubau als reines Gästehaus geplant sei und dass Wiesner damit auch Partnerbetrieb des Bergsteigerdorfes werden wolle. „Das ist sicherlich eine Bereicherung für unser Angebot, zumal wir in den letzten Jahren immer wieder Betten verloren haben“, fand er und empfahl, dem Vorhaben zuzustimmen.

Sebastian Marschall (FWG), der sich als Feuermann an den Einsatz vor sechs Monaten erinnerte, befand es gut, dass die Brandabstandsflächen eingehalten werden: „Es war beim Löschen ziemlich eng.“ Der Gemeinderat sprach sich letztlich einstimmig für die neuen Pläne von Wiesner aus, der seine Erleichterung zum Ausdruck brachte: „Ich bin froh, wenn ich so bauen darf.“

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