Blick auf Wildbad Kreuth von oben: Hotelier Korbinian Kohler will ein besonderes Resort, einen Rückzugsort für Körper und Geist daraus machen.  Foto: Thomas Plettenberg
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Blick auf Wildbad Kreuth von oben: Hotelier Korbinian Kohler will ein besonderes Resort, einen Rückzugsort für Körper und Geist daraus machen.

Zwischennutzung vor dem Umbau

Pop-Up-Lodge in Wildbad Kreuth: Nächtigen wie Strauß und Stoiber

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Bevor er den großen Umbau des herzoglichen Anwesens in Wildbad Kreuth in Angriff nimmt, bietet Investor Korbinian Kohler dort Zimmer zur Vermietung an. Die Aura ist legendär, die Ausstattung karg.

Wildbad Kreuth – Das herzogliche Anwesen in Wildbad Kreuth, Ort legendärer CSU-Klausuren, macht Korbinian Kohler zur Pop-Up-Lodge. Wer wie Franz Joseph Strauß, Helmut Kohl, Edmund Stoiber oder Markus Söder nächtigen will, kann ab dem 17. Juni ein Zimmer buchen. Die Ausstattung ist einfach, aber historisch, das war den CSU-Größen recht. Kein TV und W-Lan im Zimmer zu haben, gehörte zum Kreuther Geist.

Zwischennutzung bis zum großen Umbau

Dafür war die Pacht jahrzehntelang sehr billig. Als Herzogin Helene in Bayern sie erhöhen wollte, verabschiedete sich die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung 2016 von dem historischen Gemäuer. Inzwischen hat es der Gmunder Unternehmer und Hotelier Korbinian Kohler, Herr der Bachmair-Weissach-Welt, in Erbpacht übernommen. Er will die geschichtsträchtige Immobilie zum „Mental Retreat“ von Weltrang machen. Für die Planung nimmt er sich zwei Jahre Zeit. Als Zwischennutzung bietet Kohler nun 27 Zimmer als Pop-up-Lodge an, voraussichtlich bis 2022. Beliebt dürften die Zimmer bei den Festgästen sein, die bei Edel-Caterer Ulrich Dahlmann gebucht haben. Wie berichtet, vermarktet Kohlers Kooperationspartner Dahlmann Wildbad Kreuth übergangsweise als Event-Location.

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