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Sie stehen geschlossen hinter ihrem Produkt: Käserei-Chef Hans Leo (neben der Glock) mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie den Lieferanten der Heumilch.

Hans Leo legt positive Bilanz vor

Naturkäserei macht weiter Gewinn

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Kreuth - Es geht weiter aufwärts bei der Naturkäserei TegernseerLand: Zum zweiten Mal seit der Gründung schrieb der Betrieb schwarze Zahlen. Und auch die Mitglieder werden immer mehr.

Nachdem Vorstandsvorsitzender Hans Leo bei der Generalversammlung vor einem Jahr erstmals von einem Überschuss berichtet hatte, konnte er heuer noch eines draufsetzen: Der Genossenschaftsbetrieb hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2015/2016 um rund 60.000 Euro steigern können. „Der positive Trend hält an“, freute er sich. Entsprechend gut war die Stimmung unter den Mitgliedern bei der diesjährigen Generalversammlung im Rottacher Seeforum.

Einige schwierige Jahre hat die Naturkäserei seit der Gründung der Genossenschaft 2007 und dem Start des Betriebs in Kreuth im Sommer 2010 hinter sich bringen müssen. Doch damit scheint es jetzt vorbei zu sein. Einen Überschuss von rund 380.000 Euro hat die Käserei zuletzt erwirtschaftet, im Geschäftsjahr zuvor waren es gut 320.000 Euro.

Zu verdanken sei die positive Entwicklung den Kunden und Gästen der Käserei, „die unseren Weg konsequent mit uns weitergegangen sind“, sagt Leo. Will heißen: Diejenigen, die die Erzeugnisse der Käserei kaufen, brächten den aus reiner Heumilch hergestellten Produkten die nötige Wertschätzung entgegen. „Unsere Bauern erhalten die Landschaft so wie sie ist“, erklärt Leo. „Genau das wollen unsere Kunden – sie denken ganzheitlich.“

23 Landwirte liefern derzeit ihre Heumilch an die Naturkäserei. Daraus entstehen Berg- und Schnittkäse, Weichkäse und Frischprodukte. In allen Sortimentsbereichen konnte die Käserei im zurückliegenden Geschäftsjahr den Absatzes erhöhen. So wurde der Gesamtumsatz an Heumilch-Produkten von rund 4,2 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 4,6 Millionen Euro gesteigert. Das bedeutet einen Zuwachs von etwa zehn Prozent. Ein Erfolg, der den Genossenschaftsbetrieb zunehmend attraktiver macht für Anleger: Die Zahl der Mitglieder ist ebenfalls nach oben gegangen – von 1461 auf aktuell 1527.

Die erfreuliche Entwicklung schlug sich auch auf die Neuwahlen nieder: So wurde Hans Leo ohne Gegenstimme als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Er steht damit auch für die nächsten drei Jahre an der Spitze der Käserei. Zudem schieden die beiden Aufsichtsrätinnen Anni Kreidl und Elisabeth Höß (beide Rottach-Egern) aus. Dafür wurden Rainer Bierschneider und Katharina Kandlinger (beide Kreuth) neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Um die Erfolgsgeschichte fortschreiben zu können, will die Käserei auch in Zukunft kräftig in ihren Betrieb investieren. Größte Priorität, so teilt Leo mit, habe dabei die Schaffung eines neuen Reifekellers für den alten Bergkäse. Der soll – wie berichtet – unter den früheren Gsotthaber Stuben in Rottach-Egern entstehen. Die Verhandlungen mit der Gemeinde Rottach-Egern als Eigentümerin der Räumlichkeiten sind offenbar schon weit gediehen.

„Das ist heuer unsere größte Investition“, sagt Leo. Aber eine, die sich schon bald bezahlt machen soll. „Wir brauchen den Keller, um endlich übers ganze Jahr hinweg den alten Bergkäse anbieten zu können. Damit können wir eine Sortiments-Lücke schließen.“

gab

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