Polizei, Kontrolle
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Nach einer längeren Verfolgung stoppte die Polizei den 69-jährigen Rottacher.

„Mache nur kurz eine Ausfahrt“

Rottacher rast mit 154 km/h über Bundesstraße

  • Stephen Hank
    vonStephen Hank
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Ein Rottacher (69) ist am Dienstag mit seinem Ford Mustang mit bis zu 154 km/h über die Landstraße von Stuben nach Kreuth gerast. Die Polizei zog ihn aus dem Verkehr.

Kreuth ‒ Im Pressebericht der Autobahnpolizei Holzkirchen vom Dienstagabend heißt es: Am Dienstag fuhr gegen 15.50 Uhr ein 69-jähriger Rottacher mit seinem hochmotorisierten Ford Mustang auf der B307 von Stuben kommend in Richtung Kreuth. Kurz nach Glashütte überholte er mit hoher Geschwindigkeit zwei Fahrzeuge in einer unübersichtlichen Rechtskurve. Pech nur, dass eines davon ein ziviles Videofahrzeug der Kontrollgruppe Motorrad des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd war. Der Mustang Fahrer beschleunigte sein Fahrzeug nach Bayerwald bis zu einer Geschwindigkeit von 154 km/h und fuhr dabei an einem wild gestikulierenden Fußgänger vorbei, den offensichtlich die Geschwindigkeit des Ford Mustangs und die damit verbundene Geräuschkulisse des 5 L V 8 Motors doch etwas irritierten.

In der darauf folgenden 70er-Zone an der Klamm wurde der eilige Rottacher mit 108 km/h gemessen. Der Bereich der Fischzucht, welcher ebenfalls auf 70 km/h beschränkt ist, bremste den eiligen Ford nicht. Auch hier wurde er mit 99 km/h gemessen. Um das Ganze abzurunden, befuhr er auch den Eingangsbereich nach Kreuth (ebenfalls 70 km/h) mit sportlichen 97 km/h.  Anschließend fuhr er mit 105 km/h in den Ortsbereich von Kreuth ein, bevor er sein Fahrzeug abbremste und den Ort mit 65 km/h durchfuhr.

Bevor er in Rottach-Egern angehalten werden konnte, fuhr er zwischen Point und der Käserei mit durchschnittlich 130 km/h. Die Abzweigung zum Wallberg nahm er dann mit engagierten 90 km/h. Auch hier waren nur 70 km/h erlaubt. Auf seinen Fahrstil angesprochen, äußerte der Fahrer lediglich, dass er nur kurz eine Ausfahrt mache. Von Unrechtsbewusstsein oder schlechtem Gewissen merkten die Beamten bei der Kontrolle nichts. Den Fahrer erwarten nun ein saftiges Bußgeld sowie ein Fahrverbot.

sh

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