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Ganz Kreuth soll schnelles Internet bekommen. 

Gemeinderat beschließt Breitband-Masterplan

Schnelles Internet für die gesamte Gemeinde Kreuth

Kreuth - Die gesamte Gemeinde Kreuth soll Zugang zum schnellen Internet erhalten. Der Einstieg in den Breitband-Masterplan ist beschlossen.

Es war Michael Müller aus Bad Feilnbach, Mitarbeiter des Beratungsunternehmens Corwese, der die guten Neuigkeiten in den Kreuther Gemeinderat brachte: Nach nochmaliger Überprüfung aller Gegebenheiten können nun fast alle Haushalte in Kreuth ans schnelle Internet. 

Die Telekom wird es auf eigene Kosten ausbauen. „Wir waren bei der letzten Erhebung nicht ganz zufrieden wegen der weißen Flecken in der Versorgung. Aber jetzt schließt die Telekom auch die Anwohner am Ringsee mit an“, freute sich Müller mit Blick auf die Grafik, auf der die Versorgungsbereiche der Netzbetreiber – sprich Telekom und Kabel Deutschland – zu sehen waren. Jetzt sind es nur noch drei Bereiche, für deren Anbindung die Gemeinde selbst sorgen muss: einige Häuser in der Wiesseer Straße, 14 Häuser in Bayerwald und das Schloss Ringberg. 

„Aber das wird ein kostengünstiger Ausbau“, versprach der Experte. So laufen die Telekom-Leitungen recht nah an den betroffenen Häusern entlang. Schloss Ringberg sei durch einen vorhandenen Funkmast quasi schon fast angeschlossen, meinte Müller. Zudem winken Fördergelder, welche die Kosten bis zu 70 Prozent deckten. „Wir schätzen die Gesamtkosten für die Erschließung dieser drei Standorte auf 166 000 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt dann bei rund 50 000 Euro“, erklärte Müller. „Bei Euch ist das unproblematisch und verhältnismäßig günstig.“ 12 bis 16 Monate werde der Ausbau dauern. In spätestens zwei Jahren soll er abgeschlossen sein und 30 Megabit für alle gewährleisten. Parallel dazu soll der Masterplan des Bundesförderverfahrens, der eine 100 Megabit-Versorgung über Glasfaserkabel vorsieht, in Angriff genommen werden. 

70 bis 80 Prozent der Kosten entfallen auf den Tiefbau. Darum sollen nun mit jeder StraßenbauMaßnahme Leerrohre verlegt werden, die später Glasfaserkabel aufnehmen können. Die entsprechende Planung, der sogenannte Breitband-Masterplan, muss innerhalb eines Jahres erstellt sein, auch wenn die Realisierung noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen dürfte. Einhellig gaben die Kreuther Gemeinderäte für die Planung grünes Licht und stiegen damit in das Bundes-Förderprogramm zur Finanzierung des Breitband-Masterplans ein. Außerdem beschlossen sie, die entsprechenden Mittel in den Haushalt 2017 einzustellen.

Von Alexandra Korimorth

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