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Sollte mehr im Internet beworben werden: Käse aus Kreuth.

Gymnasiasten haben Käserei unter die Lupe genommen

Schüler empfehlen: Naturkäserei muss endlich online gehen

Kreuth – Die Naturkäserei Tegernseer-Land kennen 91 Prozent, 87,6 Prozent schätzen ihre Produkte. Doch es ginge noch so viel mehr - via Facebook, Instagram & Co...

Die Schüler stellten am Dienstagabend bei einer Präsentation in der Naturkäserei nicht nur ihre Ergebnisse vor, sondern gaben auch Handlungsempfehlungen für künftige Marketingüberlegungen. Das Ergebnis ist spannend und durchaus repräsentativ. 432 Menschen nahmen an der Umfrage der Schüler teil. Der Fragebogen stand im Internet zur Verfügung, wurde in der Naturkäserei und in etwa 30 Partnerläden des Genossenschafts-Betriebs ausgelegt.

Das Image der Naturkäserei ist durchaus positiv. Auch wer noch nie etwas von dem Betrieb gehört hatte, verband mit seinem Namen eine positive Grundauffassung: Qualität und guter Geschmack, Natur, Bioprodukte und artgerechte Haltung waren Schlüsselworte, die die Befragten genannt haben. Für drei Viertel der Befragten, die die Käserei kennen, waren es die Schlüsselworte Naturverbundenheit, Heimatverbundenheit, hohe Qualität der Produkte und Vertrauenswürdigkeit, die im Image stecken.

Das kritisieren die Schüler

Kritik wurde in zwei Punkten laut: Die Produkte hätten einen zu hohen Preis, und es gebe zu wenig Auswahl. Die meisten Kunden gewinnt die Naturkäserei durch Empfehlung (41 Prozent) und durch Teilnahme auf Wochenmärkten (33,9 Prozent). Die Schüler stellten fest, dass die Internetpräsenz der Naturkäserei ausgebaut werden sollte, dass aber entgegen der Erwartung es nicht die Jungen sind, die vor allem im Internet unterwegs sind, sondern die 51- bis 65-Jährigen. Sie nutzen die Internetseite der Käserei, um die Produkte auch zu bestellen.

Dankbar für die Vorschläge der Schüler um Betreuerin Elisabeth Hartwig (2.v.r.) zeigten sich bei der Abschlusspräsentation in der Naturkäserei Vorstandsvorsitzender Hans Leo (r.) und Florian Hauder (3.v.r).

Die Schüler arbeiteten mehrere Handlungsempfehlungen aus. Dabei unterschieden sie drei Zielgruppen. Die Tagungs- und Business-Besucher im Tegernseer Tal seien zielgerichteter einzubinden. Für die Zielgruppe der Einheimischen sollte die Naturkäserei an ihrer „Awareness“ (Werbewirkung) arbeiten. Denn viele wissen, dass es die Naturkäserei gibt, haben aber noch keine selbstverständliche Bindmeung. Für die Zielgruppe „Junge und Familien“ sollte die Naturkäserei eigene Aktionen anbieten. Mit der Ausrichtung von Kindergeburtstagen, Schaukäsen für Kinder, Streichelzoo oder speziellem Kinderkäse sei der Kunde von morgen bereits zu gewinnen. Dort könne auch die Unternehmensphilosophie früh genug kommuniziert werden.

Über die Zielgruppen hinweg setzen die Schüler auf eine Stärkung der Internetpräsenz. Sie plädierten für einen besseren Web-Auftritt und die Nutzung von Plattformen wie Instagram oder Facebook. Außerdem sollten in der Winterzeit Kooperationen mit Ski- und Wintersportanbietern eingegangen werden, damit beispielsweise die Gäste nach einer Runde in der Loipe Käsefondue-Abende in der Naturkäserei anhängen.

Hans Leo, Vorstandsvorsitzender der Naturkäserei, und Florian Hauder, der während der Marketinguntersuchung Ansprechpartner in der Naturkäserei für die Schüler war, nahmen die Vorschläge sehr ernst. Als Dankeschön bekommen die Schüler die Möglichkeit, selbst Butter herzustellen, „damit sie wissen was sie in den Weihnachtsplätzchen verbacken“. Auch eine Marketing-Idee, die wohl nicht nur die Schüler toll finden werden.

Sonja Still

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