Aus Alt mach Neu: Die Kinosäle werden derzeit von Grund auf erneuert. Noch im Sommer soll das kleine Lichtspielhaus in Weissach seine Pforten wieder öffnen.

Lichtspielhaus wird derzeit komplett renoviert

Im Sommer macht das Tegernsee-Kino wieder auf

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Weissach - Noch in diesem Sommer soll das Kino in Weissach wieder öffnen. Die neue Betreiberin will mit einem neuen Konzept punkten. Sogar Opern werden künftig in dem Lichtspielhaus zu erleben sein.

Noch im Frühjahr dieses Jahres hatte es so ausgesehen, als ob das Tegernseer Tal künftig ohne eigenes Kino auskommen müsste. Die damalige Betreiberin des Weissacher Kinos, Julia Strelow, hatte Ende März das Handtuch geworfen – das Aus fürs Filmvergnügen am See schien damit besiegelt.

Im Mai dann die große Überraschung: Carmen Obermüller (55) kündigte an, das kleine Lichtspielhaus in Nachbarschaft des McDonald’s-Restaurants aus der Versenkung holen zu wollen. Und sie macht ihre Ankündigung wahr: Derzeit ist die Wiesseerin gerade dabei, die Räume komplett zu renovieren und technisch sowie in punkto Komfort auf den neuesten Stand zu bringen, wie sie sagt. „Die Technik erhält selbstverständlich die beste Bild- und Tonqualität“, verspricht die Betreiberin.#

Das Konzept fürs „Kino am Tegernsee“, so der neue Name des Lichtspielhauses, hat sie zusammen mit ihrer Schwester und ihrem Schwager entworfen, die bereits seit 25 Jahren in der Filmtheater-Branche tätig seien. Komfort, Qualität und Service: Hier will Obermüller ansetzen.

Die Wiesseerin Carmen Obermüller ist neue Betreiberin des einzigen Kinos am Tegernsee.

„In den beiden Sälen wurde die Anzahl der Sitzplätze verringert, um eine größere Beinfreiheit zu bekommen“, erzählt die Wiesseerin. Auch neue Logenbereiche mit speziellen Komforsitzen werden geschaffen. Bild und Ton werde es in digitaler Qualität geben, auch die 3-D-Technik soll Einzug halten.

Dank des elektronischen Kartenverkaufs können die Besucher künftig über die Homepage www.kino-tegernsee.de von zu Hause aus ihren Sitzplatz wählen und das Ticket kaufen. Der Einlass, so erläutert die künftige Kino-Chefin, erfolge über das elektronische Ticket, das aufs Smartphone gesendet wird. Oder die Karte kann zu Hause ausgedruckt werden.

Und das künftige Kinoprogramm? Obermüller will nach eigener Aussage eine bunte Mischung bieten: Anspruchsvolle Filme, familientaugliche Streifen, aber auch die großen Blockbuster sollen nicht fehlen. Das Kino will attraktiv sein für alle Altersgruppen.

Und es wird ein Alternativangebot zu den Kinofilmen geben. Ab Oktober, so berichtet Obermüller, will sie auf der Leinwand im Saal „Wallberg“ Live-Übertragungen aus der Metropolitan Oper in New York zeigen. Sie freue sich, nach umfangreichen Verhandlungen dieses Event für ihre Gäste ins Tal bringen zu können, sagt die 55-Jährige. Die Karten für die MET-Opern können entweder einzeln oder vergünstigt als gesamtes Opern-Abo gekauft werden. Obermüller ist überzeugt, dass ihren Gästen das Angebot gefallen wird: „Der Kino-Gast ist, im Vergleich zur Aufführung in der MET, viel näher an der Bühne und sieht die Emotionen der großen Sänger in ihren Gesichtern live auf der Leinwand.“

Und noch etwas Neuartiges beinhaltet das Konzept Obermüllers: Sie bietet künftig die Möglichkeit, die Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Vorträge oder auch private Feiern anzumieten.

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