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Bei einem Ortstermin hatten sich die Berichterstatter des Umweltausschusses Anfang Juli ein Bild von der Lage am Grünen Wasserl gemacht.

Niederlage für Gegner des Splitthallen-Baus

Grünes Wasserl: Schutzgemeinschaft scheitert mit Petition

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Die Gegner des Splitthallen-Baus am Grünen Wasserl in Kreuth müssen erneut eine Niederlage hinnehmen: Die Petition der Schutzgemeinschaft gegen das Vorhaben ist gescheitert. Die Enttäuschung ist groß. 

Kreuth – Die Petition der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) gegen den Bau einer Splitthalle am Grünen Wasserl in Kreuth hat der Umweltausschuss des Landtags in seiner Sitzung am Donnerstag abgeschmettert. Nachdem schon der Ortstermin vergangene Woche nicht im Sinne der SGT verlaufen war, zeigte sich deren Vorsitzende Angela Brogsitter-Finck von der Entwicklung zwar wenig überrascht. Dennoch sei sie „tief enttäuscht“, erklärte sie auf Nachfrage.

„Wir standen von vornherein auf verlorenem Posten“, sagt Brogsitter-Finck. Tatsächlich wurde am Donnerstag im Umweltausschuss offenbar kein großes Aufhebens mehr gemacht um die Angelegenheit „Grea Wasserl“. Habe ein Ortstermin stattgefunden, werde in der Regel während der Sitzung nicht mehr „ganz so viel diskutiert“, macht Oberregierungsrätin Karin Haug deutlich. Die Berichterstatter hätten ihre Eindrücke geschildert und ein Votum vorschlagen – dem habe sich der Ausschuss angeschlossen.

Lesen Sie hier: Landratsamt über Maßnahmen am Grünen Wasserl:„Die Natur wird profitieren“

Brogsitter-Finck zeigte sich nach der Entscheidung überzeugt davon, dass die Ablehnung der Petition „von ganz oben unterstützt und gewollt war“. Selbst auf Fachleute, wie eine Biologin, sei im Laufe des Verfahrens nicht gehört worden. „Alle, die sich mit Natur beschäftigen, können die Entscheidung nicht verstehen“, sagt die Vorsitzende über die Baugenehmigung durch das Landratsamt. Die Aussage der Behörde, dass das Biotop zeitgleich deutlich vergrößert werde, hält Brogsitter-Finck derweil für ein „Märchen“.

Ob die SGT nach dem Scheitern der Petition weitere Schritte gegen den Hallenbau unternehmen wird, ist noch unklar. „Eigentlich“, so die Vorsitzende, „haben wir alle unsere Mittel ausgeschöpft“.

gab

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