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Bereit zum Abheben: Das gelbe Warstein-Luftschiff von Andreas Pohl aus Bad Arolsen ist startklar. Noch mit dem Aufbau beschäftigt ist Markus Neubauer, der zum Team von Ralph Kremer aus Aachen gehört.

Trainingsflüge vom Startplatz nahe Naturkäserei Kreuth  

Startklar für die Luftschiff-Weltmeisterschaft

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Klare Sicht, windstill, Sonnenschein: Da hielt es die zur Weltmeisterschaft der Heißluftschiffe am Tegernsee angereisten Teams nicht am Boden. Zwei von ihnen machten ihre Giganten bereits startklar.

Kreuth Die Kapitäne Ralph Kremer aus Aachen und Andreas Pohl aus Bad Arolsen nutzten mit ihren Teams das Kaiserwetter für Trainingsflüge am blauen Himmel. „Um das Material zu testen“, erklärt Helmut Seitz, Initiator und Organisator des Wettbewerbs der Extraklasse.

Auch wenn die Wetterbedingungen am Mittwoch ziemlich ideal waren: Die eisige Kälte macht den Luftfahrern zu schaffen. Der Aufbau der bunten Giganten bei Minusgraden verlangt den Teams viel ab. „Aber es ist ja auch kein Damenkränzchen, sondern eine Weltmeisterschaft“, meint Seitz. Die neun Teams, die bis zum 22. Februar um den WM-Titel kämpfen, haben anstrengende Tage vor sich. „Die werden am Ende froh sein, wenn die WM vorbei ist“, weiß Seitz.

Neun Luftschiff-Fahrer aus fünf Nationen (Deutschland, Polen, Litauen, Schweden und Schweiz) treten an. Sie haben „Tasks“ zu meistern, diffizile Aufgaben, bei denen es um Tempo, Geschicklichkeit und Präzision geht. Mindestens zwei Fahrten mit drei Aufgaben müssen die Teilnehmer bewältigen, damit die WM-Wertung möglich ist. Auch wenn die Wettervorhersage für die nächsten Tage nicht perfekt aussieht, ist Seitz zuversichtlich, den Wettbewerb ordnungsgemäß durchführen zu können. „Wir haben sicherheitshalber zwei Tage drangehängt“, meint Seitz.

Am Boden bleiben müssen die Luftschiffe bei Sturm, Niederschlag und drohendem Unwetter. Um die Wetterlage sicher beurteilen zu können, hat Seitz einen Meteorolegen engagiert, der den Wettkampf vor Ort begleitet. Im Vergleich zu den Heißluftballons, die alljährlich zur Montgolfiade an den Tegernsee kommen, können die Luftschiffe aber auch bei weniger idealen Bedingungen abheben. Schließlich gleiten sie nicht einfach mit dem Wind, sondern sind dank Motorkraft steuerbar. Der Vorteil für die Zuschauer: Die Luftschiffe entschweben nach dem Start nicht in die Ferne, sondern bleiben über dem Tal. Der Startplatz liegt nahe der Naturkäserei in Kreuth. „In den nächsten Tagen werden wir wohl im südlichen Bereich bleiben“, kündigt Seitz an. Voraussichtlich führe nur eine Aufgabe die Teams bis Gmund.

Am Donnerstag sind nach der Eröffnungszeremonie weitere Trainingsflüge vorgesehen. Bis Mittwoch, 21. Februar, hat Seitz jeden Tag zwei Wettbewerbsflüge angesetzt. Die Starts erfolgen jeweils um 8.30 Uhr und 15 Uhr. Den bisherigen Wetteraussichten zufolge dürften bis Sonntag einige Fahrten möglich sein. „Der Sonntag selbst ist wackelig“, meint Seitz. Danach sieht es wieder besser aus: „Für nächste Woche bin ich sehr optimistisch.“

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