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Aus der Villa der Millionärin in Kreuth schafften die Verurteilten vor und nach dem Tod der Frau zahlreiche Wertgegenstände.

Bundesgerichtshof hat entschieden

Urteile teilweise aufgehoben: Der Fall Betty B. muss neu verhandelt werden

  • Angela Walser
    vonAngela Walser
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Der Tod der Antiquitäten-Händlerin Betty B. aus Kreuth hatte vergangenes Jahr ein gerichtliches Nachspiel. Ihre Gesellschafterin war wegen Mordes angeklagt. Nun wird der Fall noch einmal aufgerollt.

Kreuth - Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat das Urteil im Fall Betty B. teilweise aufgehoben. Dem Urteilstenor zufolge muss der Vorwurf des Diebstahls und der Unterschlagung am Landgericht München II erneut verhandelt werden. Der Freispruch im Mordvorwurf an der Antiquitäten-Händlerin von Kreuth (Kreis Miesbach), den die Staatsanwaltschaft angefochten hatte, bleibt allerdings bestehen.

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Die 54-jährige Renate W., ehemalige Gesellschafterin der 95-Jährigen, soll die kranke Millionärin aus Habgier erstickt haben. Die Tat konnte ihr nicht nachgewiesen werden. Nur der Diebstahl zahlreicher Antiquitäten. Mit Hilfe ihres Mannes und des Hausmeisters hatte sie die Villa in Kreuth ausgeräumt. Die Chancen, dass sie nun freikommt, stehen gut. Anwalt Stephan Tschaidse hat bereits einen Antrag gestellt. Allerdings fehlen auch nur noch acht Monate bis zum Ende der Verbüßung von zwei Dritteln der Haftstrafe, nach der Häftlinge, die sich gut führen, vorzeitig entlassen werden können. Renate W. war zu sechs Jahren Haftstrafe verurteilt worden.

wal

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