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Betreten verboten: Wer das Gebot missachtet, muss mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro rechnen. 

Dürfen nur vier Stunden am Tag wandern

Um ihre Hirsche zu schützen: Herzogin sperrt Wanderer aus

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Herzogin Helene in Bayern will für ihr Rotwild an der Fütterungsstelle absolute Ruhe. Darum hat das Landratsamt ein Wildschutzgebiet ausgewiesen. Wanderer sind dort im Winter nur vormittags erlaubt, Hunde gar nicht. 

Kreuth – Um das Rotwild in ihrem Revier zu schützen, will Herzogin Helene in Bayern ihm im Winter absolute Ruhe an der Fütterungsstelle gönnen. Um sie zu schaffen, hat das Landratsamt Miesbach im Oktober 2017 ein Wildschutzgebiet ausgewiesen, das auch den überaus beliebten Rundweg nach Siebenhütten betrifft. Heißt: Von Dezember bis März dürfen Spaziergänger und Wanderer dort nur von 8 bis 12 Uhr unterwegs sein. Und nur ohne Hunde. Die Vierbeiner dürfen im Winter keine Pfote mehr in das Gebiet setzen, auch nicht an der Leine. Denn auch von angeleinten Hunden gehe eine enorme Beunruhigung für das Wild aus, lässt die Herzogin wissen. Sie selbst sei im Übrigen „Hundebesitzerin mit Herz und Seele“.

So steht es in einer Pressemitteilung, die das Landratsamt gestern Abend abgab – wohl, um bekannter zu machen, was schon seit Anfang Dezember gilt. Die Strecke von der Abzweigung zur Fischzucht über den Kiem-Pauli-Weg bis zur Fußgängerbrücke nach Siebenhütten unterliegt ab Mittag einem Betretungsverbot. Damit ist der beliebte Rundweg nach Siebenhütten eingeschränkt. Der Weg über die Fischzucht nach Siebenhütten fällt nicht unter die Wildschutzverordnung und kann weiterhin genutzt werden.

Wer die Schilder missachtet und trotzdem außerhalb der genehmigten Zeiten oder mit Hund auf dem Weg spaziert, läuft Gefahr, tief in die Tasche greifen zu müssen: Es droht eine Geldbuße von bis zu 5000 Euro.

Eine schlechte Nachricht für die zahlreichen Sportler und Wanderer, die den Weg gerne nutzen. Die Rechtsgrundlage bietet das Bayerische Jagdgesetz. Demnach, so erläutert das Landratsamt, können Flächen bei Bedarf zum Wildschutzgebiet erklärt werden. Dies gelte insbesondere für Bereiche, in denen es gefüttert werden muss. Das jetzt neu ausgewiesene Wildschutzgebiet soll der Rotwildfütterung im herzoglichen Jagdrevier absolute Ruhe bescheren.

„Problematisch ist, dass sich der bewährte Fütterungsstandort in dem frequentierten Wandergebiet nach Siebenhütten befindet“, macht das Landratsamt deutlich. Spaziergänger und Sportler habe das Wild offenbar schon verschreckt. „Das Rotwild zieht sich zurück und nimmt die Fütterung nicht mehr an“, heißt es in der Pressemitteilung. Der Schutz des Rotwilds sei ohne Einschränkungen der Freizeitnutzung nicht möglich. Das temporäre Betretungsverbot und das generelle Hundeverbot müssten zur Beruhigung der Fläche verhängt werden.

Die Ausweisung des Wildschutzgebietes sei in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kreuth und der Herzoglichen Verwaltung erfolgt, erklärt das Landratsamt weiter. Bei der Planung seien mehrere Fachstellen hinzugezogen und gehört worden, erläutert die Behörde: „Tourismus und Freizeitnutzung in Kreuth wurden dabei weitestgehend berücksichtigt.“  jm

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