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Verwüstung in Kreuth: Hagelzelle beschädigt unzählige Autos

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Von: Dieter Dorby

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Aufräumarbeiten nach dem Unwetter: Wie hier in Gmund zeugte gestern Morgen im Straßenbild nur am Boden liegendes Laub vom Gewitter am Vorabend. Anders als die vielen Kfz-Schäden ließ sich das leicht beseitigen.
Aufräumarbeiten nach dem Unwetter: Wie hier in Gmund zeugte gestern Morgen im Straßenbild nur am Boden liegendes Laub vom Gewitter am Vorabend. Anders als die vielen Kfz-Schäden ließ sich das leicht beseitigen. © Stefan schweihofer

Kreuth – Es war ein Gewitter wie eine Urgewalt, das am Montagabend über Kreuth in den Landkreis drückte und eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Nach 20 Uhr stürzten tennisballgroße Hagelkörner vom Himmel und zerdroschen alles, was dieser Gewalt nicht gewachsen war. Und das waren vornehmlich Autos, die im Freien standen oder nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten.

Die Folgen: zerbrochene Scheiben und verbeultes Blech. Auch Photovoltaik- und Solaranlagen wurden beschädigt oder zertrümmert.

Lesen Sie auch den Ticker zum Hagel-Unwetter

Bis zu tennisballgroße Eisklumpen donnerten in Kreuth vom Himmel.
Bis zu tennisballgroße Eisklumpen donnerten in Kreuth vom Himmel. © Thomas Wolf

Dies bestätigt auch Kreisbrandmeister Thomas Wolf auf Nachfrage unserer Zeitung: „Alle Autos, die draußen waren, sind kaputt.“ Regelrecht zerhagelt. Vor allem den Ortsteil Scharling habe es erwischt. „Die Zelle ist über den Hirschberg gekommen und weiter in Richtung Wallberg gezogen“, berichtet er. Nach 22 Uhr habe es eine zweite Welle gegeben, aber die sei nicht mehr so heftig gewesen.

Feuerwehr nicht gefordert

Trotz der Gewalt der Gewitterwolke habe es für die Feuerwehren keine Einsätze gegeben. Lediglich in Bad Wiessee, wo das Ausmaß nicht so schlimm war, habe der Starkregen dafür gesorgt, dass an der Bundesstraße 318 zwischen dem Rathaus und dem Hotel Bussi Baby die Gullys mit Laub verstopft wurden. Die Feuerwehr musste räumen.

Der großen Hagelklumpen beschädigten in Kreuth auch mehrere Dächer.
Die großen Hagelklumpen beschädigten in Kreuth auch mehrere Dächer. © Thomas Wolf

Auch manchen Urlaubsgästen bescherte die Hagelzelle jede Menge Ärger. Denn beschädigte Autos lassen sich derzeit wegen der großen Menge an Fallzahlen nicht so schnell reparieren: Den Werkstätten fehlen Kapazitäten und Ersatzmaterial. Auch sind Gutachter, die Schäden vorab für Versicherungen dokumentieren, knapp und ausgebucht.

Kreisbrandmeister rät: Dächer kontrollieren

Kreisbrandmeister Wolf rät zudem Hausbesitzern, ihre Dächer genau untersuchen zu lassen, damit etwaige Schäden dort oben - auch an Photovoltaik- und Solaranlagen - zügig erkannt und behoben werden können. Denn durch unentdeckte Lecks entstehende Folgeschäden wären doppelt ärgerlich.

ddy

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