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Verirrt: Auf dem Weg von der Schwarzentenn zum Seekarkreuz – ein Teil der Via Alpina – verlor Fritz Egger mangels erkennbarer Pfade die Orientierung.

Wanderer prangert an:

Via Alpina endet an Bach - Münchner verirrt sich im Sumpf

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Er startete in Kreuth auf der Via Alpina - und verirrte sich in einem Sumpfgebiet. Nun hat er sich bei den Touristikern beschwert. Die geben ihm Recht, können aber nichts machen.

Kreuth – An seine Wandertour, begonnen auf Kreuther Boden, denkt der Münchner Fritz Egger nicht gerne zurück. Er kam vom Weg ab, kämpfte sich durch sumpfiges Gebiet – und sieht viel Verbesserungsbedarf, wie er in einem Schreiben an die örtlichen Touristiker deutlich macht.

Dabei schien die Tour auf der Karte eigentlich nicht weiter problematisch. Egger wollte das Seekarkreuz, das er von Lenggries aus schon öfter bestiegen hat, einmal von Osten angehen, also von Kreuther Gebiet aus. Dafür bot sich ein markierter Wanderweg an, der etwas nördlich von der Schwarzentenn von der Fahrstraße abzweigt. Es handelt sich um einen Teil der beliebten Via Alpina. Der grenzüberschreitende Wanderweg führt von Triest nach Monaco und durchquert acht Alpenstaaten: Italien, Slowenien, Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Frankreich und Monaco.

Doch der Weg, der Egger zufolge als „gepflegte Forststraße“ begann, endete an einem Bach. Den galt es zu durchqueren. „Keine der denkbaren Übergangsstellen war vertrauenserweckend, die Trittsteine waren stark gerundet und lagen weit auseinander“, schildert Egger. Mithilfe seiner Wanderstöcke sei er unbeschadet ans andere Ufer gelangt, meint er weiter. Doch bei Regen oder leichtem Hochwasser sei der Übergang höchst gefährlich. Am anderen Ufer angekommen, verlor sich der Weg unter einem Teppich von großen Huflattichblättern. 

Vergeblich habe er nach einem Pfad gesucht, berichtet Egger. Entdeckt habe er nur eine dürftige Spur: „Mühsam nach niedergetretenen Blättern und Gräsern suchend, verfolgte ich sie auf sumpfigem Boden.“ Nach einer Stunde endlich erreichte er glücklich den Höhenweg. Allerdings nicht am Nordfuß des Seekarkreuzes, wie erhofft, sondern bei Maria Eck. Die Spur hatte sich als trügerisch erwiesen. „Mein wackerer Vorgänger hatte sich wohl auch verirrt“, folgert Egger. Er war am Ende froh, heil die Orientierung wiedergefunden zu haben. Über die Roßsteinalmen ging er zur Schwarzentenn.

Doch nachdem es sich um einen Abschnitt der bekannten Via Alpina handelt, hat sich Egger mit einigen Bitten an die örtlichen Touristiker gewandt. Der Übergang über den Bach müsse gesichert werden, der Weg am anderen Ufer markiert und von Blättern befreit. „Es gäbe dann einen bequemen, abwechslungsreichen Übergang von Kreuth/Klamm nach Lenggries und aufs Seekarkreuz“, meint Egger.

Holger Wernet, Produktmanager Wandern bei der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS), kennt den Weg gut. Der bemängelte Abschnitt befinde sich allerdings nicht im Zuständigkeitsbereich der ATS und des Alpenvereins Tegernsee, macht er deutlich. Die Beschwerde sei aber durchaus begründet. Eben weil es sich um einen Teil der Via Alpina handle. Man stehe auch in Verbindung mit den Zuständigen in Lenggries, um über eine Verbesserung zu beraten. Die lässt sich allerdings nur schwer schaffen, wie Wernet weiß: „Das ganze Gebiet ist sumpfig und steht auch unter Naturschutz.“  

jm

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