Als erste Sportlerin erhielt Viktoria Rebensburg die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Kreuth. Bürgermeister Josef Bierschneider überreichte ihr die von Hans Mayr erstellte Auszeichnung.
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Als erste Sportlerin erhielt Viktoria Rebensburg die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Kreuth. Bürgermeister Josef Bierschneider überreichte ihr die von Hans Mayr erstellte Auszeichnung.

Erste Sportlerin aus der Gemeinde mit diesem Titel

Viktoria Rebensburg: Heimatort ernennt sie zur Ehrenbürgerin - „Mir san unbandig stolz“

  • Sebastian Schuch
    VonSebastian Schuch
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Nach ihrem Olympiasieg hat Skirennläuferin Viktoria Rebensburg nun endgültig einen Platz in der Geschichte Kreuths: Am Dienstagabend erhielt sie die Ehrenbürgerwürde ihrer Heimatgemeinde.

Kreuth – Wer um den Stellenwert von Viktoria Rebensburg in Kreuth wissen will, der muss nur den Punkt Geschichte auf der Homepage ihrer Heimatgemeinde auswählen. Dort steht ihr Olympiasieg 2010 eingerahmt von Städtepartnerschaften und der Ernennung zum Bergsteigerdorf als eine der wichtigsten Jahreszahlen in der Geschichte. Denn spätestens seit dem Triumph im kanadischen Vancouver ist Kreuth nicht nur bei Touristen und Politikern ein Begriff, sondern auch im Wintersport.

Mehr als ein Jahrzehnt trug die 31-Jährige den Namen ihrer Heimat in die Welt hinaus. Mit ihren sportlichen Erfolgen – Rebensburg gewann unter anderem insgesamt 19 Weltcup-Rennen, dreimal den Disziplin-Weltcup im Riesenslalom und Olympia-Bronze 2014 in Sotschi –, aber auch mit ihrer zuvorkommenden Art und ihrem gesellschaftlichen Engagement. „Danke, dass Du über die sportlichen Erfolge und die Berühmtheit unseren Namen als sympathische Botschafterin in die Welt hinausgetragen hast“, sagte Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) bei der offiziellen Ernennung Viktoria Rebensburgs zur Ehrenbürgerin bei der Naturkäserei Tegernseer Land. „Mir san unbandig stolz auf das, was du erreicht hast.“ Umso trauriger sei er, dass sie ihre Karriere im Herbst beendet hat.

Viktoria Rebensburg: Heimatort Kreuth ernennt Skirenläuferin zur Ehrenbürgerin

Die Verleihung der höchsten Auszeichnung der Gemeinde hatte der Gemeinderat bereits kurz nach der Verkündung des Karriereendes beschlossen. Die Ernennung hätte am 3. November stattfinden sollen, musste aber aufgrund des Corona-Lockdowns abgesagt werden. Eine solche Auszeichnung verdiene einen entsprechenden Rahmen, betonte Bierschneider. Und dieser war nun –noch immer im Kleinen – möglich. Neben den Gemeinderäten waren Rebensburgs Familie, Vertreter des Fanclubs und langjährige Wegbegleiter vor Ort. Als Erinnerung erhielt sie ein von Hans Mayr gemaltes Bild. Dieses zeigt Rebensburg bei der Abfahrt, die olympischen Ringe, das Logo des Ski-Weltverbands FIS sowie die gewonnenen Medaillen.

Skirennstar vom Tegernsee: Rebensburg einzig lebende Ehrenbürgerin Kreuths

Viktoria Rebensburg ist die erste Sportlerin, die Kreuther Ehrenbürgerin wird, und die einzig lebende Inhaberin dieses Titels. Vor ihr war der 2013 verstorbene Unternehmer Otto Beisheim 2005 zum Ehrenbürger ernannt worden, damals in allen fünf Talgemeinden. „Ich weiß nicht, wie man sich als Ehrenbürgerin fühlen muss“, sagte Rebensburg deshalb. Sie habe ja niemanden fragen können. Was sie aber wisse: „Es ist eine wahnsinnig tolle Würde.“ Diese zu erhalten sei nur dank der Unterstützung der zahlreichen Wegbegleiter möglich gewesen. „Es war eine schöne Zeit – und das ist jetzt ein schöner Abschluss.“

Ein Abschluss ihrer sportlichen Karriere, nicht aber ihres Engagements und Wirkens, wie Bierschneider schon zuvor hervorgehoben hatte. Das Skizentrum am Wiesseer Sonnenbichl sei nur aufgrund der Erfolge Rebenburgs in seiner heutigen Form entstanden und ein Fixpunkt für den Skinachwuchs am See, die Kreuther Schulkinder habe sie für den (Ski-)Sport begeistern können. Dass sie trotz aller Erfolge immer etwas zurückgegeben habe, mache sie zu einer „großartigen Persönlichkeit“, einem Vorbild.

Als solches setzt sich Rebensburg nun dafür ein, dass Kinder nach dem Lockdown wieder den Weg zum Sport und zur Bewegung finden. Mit ihrem Programm „Fit und aktiv“ kommt sie heuer in die Schulen, die sich für einen Besuch bewerben können.

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