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Prosit auf die nächste Amtszeit: Josef Bierschneider (2.v.l.) mit den Gratulanten Elisabeth Hartwig und Angela Hafner (beide CSU), Wolfgang Rebensburg (FWG) und Martin Walch (SPD).

Ergebnis der Wahl in Kreuth

91,98 Prozent für Bürgermeister Bierschneider 

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Kreuth - Josef Bierschneider hat 91,98 Prozent der Stimmen geholt und bleibt Kreuths Bürgermeister. Keine Überraschung: Er war der einzige Kandidat. 

+++ Aktualisiert +++

Es war schon das dritte Solo in Kreuth: Josef Bierschneider (CSU) trat bei der Bürgermeisterwahl in Kreuth als einziger Kandidat an. Sein Ergebnis: 91,98 Prozent, bei einer Wahlbeteiligung von nur 32,09 Prozent. 

Den Wahlsonntag, seinen vierten, hat Josef Bierschneider (44) gemütlich mit Ehefrau Anita und der kleinen Tochter Magdalena verbracht. Am Morgen Kirchgang, später ein Bummel über den Bauernherbst in der Naturkäserei. „Dort haben mich dann manche gefragt, ob ich denn nicht schnell für sie wählen könnte“, erzählt Bierschneider. Konnte er natürlich nicht. Aber eigens ins Wahllokal marschieren, um dem einzigen Kandidaten Bierschneider die Unterstützung zu bekunden, dafür war das Wetter den meisten Kreuthern dann doch zu schön. Das Ergebnis war eine Wahlbeteiligung von mageren 32,09 Prozent. 974 der 3015 Wahlberechtigten hatten ihr Votum abgegeben, davon 397 per Briefwahl. 

577 hatten klassisch ihren Stimmzettel in die Urne geworfen, darunter der Bürgermeister selbst. Das Ergebnis brachte Bierschneider zum Strahlen: 91,98 Prozent. 74 Wähler hätten gerne einen anderen auf seinem Posten gesehen und den Kandidaten ihrer Wahl auf den Stimmzettel geschrieben. Dass mancher die Kreuther Wahl nicht ganz ernst nimmt, zeigte ein Blick auf die als ungültig aussortierten Zettel. Da stand unter anderem der Name von Kanzlerin Angela Merkel, wie Bierschneider verriet. Insgesamt waren 51 Stimmen nicht gültig, das sind 5,24 Prozent. Über 90 Prozent der Stimmen bekommen, das freut Bierschneider riesig. „Das ist mir ein Ansporn, in den nächsten Jahren in diesem Sinne weiterzumachen“, erklärte Bierschneider. 

Seine Freude ist ungetrübt, auch wenn er im Juli 2010 noch ein paar mehr Stimmen geholt hatte, nämlich 97,5 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 47,16 Prozent. Mag sein, dass viele Kreuther der Überzeugung sind, dass Bierschneider, seit 18 Jahren im Amt, ihre Stimme gar nicht braucht. Er selbst freut sich über den Umstand, dass keine Partei einen Kandidaten gegen ihn hat antreten lassen. „Das ist ein Vertrauensbeweis“, meint Bierschneider. Die Arbeit im Gemeinderat sei sehr konstruktiv. 

„Und da geht auch was vorwärts.“ Von Routine im Rathaus will Bierschneider auch nach all den Jahren nicht sprechen. Allerdings ist es dort für ihn nicht mehr ganz so aufregend wie an seinem ersten Arbeitstag 1998. 26 Jahre alt war der Bürgermeister da. Mancher der in sein Amtszimmer kam, dachte, er hätte sich in der Tür geirrt. „Weil ich so ein junges Bürscherl war.“ 

Bei dieser seiner vierten Wahl ist Bierschneider ganz in seinem Element. Die Vertreter der Gemeinderatsfraktionen gratulieren, prosten ihm zu. Und so sehr Bierschneider um Harmonie bemüht ist: Seine Wahl wird nicht harmonisiert. Also nicht terminlich an die Kommunalwahl angeglichen. Die nächste findet im Frühjahr 2020 statt, da läuft Bierschneiders Amtszeit noch etwas mehr als zwei Jahre. Wären es genau zwei Jahre oder weniger, müsste er laut Wahlgesetz den Termin anpassen. Aber so könnte Bierschneider 2022 noch einmal ein Solo hinlegen: das vierte.


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