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Wanderer stirbt in den Blaubergen

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Von: Christina Jachert-Maier, Gerti Reichl

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Bei der Suchaktion wurde ein Hubschrauber eingesetzt (Symbolbild). © Bergwacht

Ein Wanderer bricht in den Blaubergen zusammen und muss reanimiert werden. Ein Rettungshubschrauber fliegt ihn anschließend in die Unfallklinik nach Murnau.

Update, 3. Juni, 16.30 Uhr: Tegernseer Tal – Neben dem Einsatz am Dienstag haben am Mittwoch drei weitere Einsätze Rettungskräfte und vor allem die ehrenamtlichen Mitglieder der Bergwacht Rottach-Egern auf Trab gehalten. 

Am Vormittag sahen Wanderer auf dem Weg zur Halserspitze, wie ein 67-jähriger Mann bewusstlos zusammenbrach. Sie setzten einen Notruf ab und begannen sofort mit der Reanimation. Kurz darauf kam der Rettungshubschrauber „Christoph Murnau“ direkt aus der Unfallklinik Murnau angeflogen und setzte eine Medizin-Crew ab. Dann flog er hinab zur Einsatzzentrale der Bergwacht am Kalkofen, um mit zwei weiteren Bergrettern erneut zum Unglücksort zu fliegen. Die Reanimation, die auch mit dem sogenannten Lucas-Gerät versucht wurde, blieb erfolglos. Der Wanderer, so berichtet ein Bergwacht-Sprecher, verstarb vor Ort am Berg. Im Laufe des Nachmittags wurde er dem Bestatter übergeben. Zur Herkunft des Mannes waren gestern keine weiteren Details bekannt.

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Gleitschirmflieger am Wallberg landet in Baum und wird von der Bergwacht gerettet

Parallel zu diesem Einsatz in den Blaubergen kam gegen 13 Uhr ein Notruf vom Wallberg: Ein 34-jähriger Mann aus Haar wollte mit seinem Gleitschirm zum Flug ins Tal ansetzen. Weil sein Start offenbar missglückte, landete er in einem Baum. Der Mann wurde von der Bergwacht, die ohnehin vor Ort war, erstversorgt. Er hatte Glück im Unglück und blieb unverletzt. 

Gegen 14 Uhr forderte ein weiterer Hilferuf die Bergretter: Eine 71-jährige Frau aus Tegernsee hatte sich im Berggasthaus Galaun mit einem Messer versehentlich eine tiefe Schnittverletzung zugefügt. Bergretter versorgten sie mit einem Druckverband, der Sanka brachte sie ins Krankenhaus Agatharied. 

Allein gestern waren elf Bergretter im Einsatz. Ihre Bilanz dieser Tage: „Es ist irre was los in den Bergen.“ In einer Woche hatten sie zwölf Einsätze.

Bergsteiger verirrt sich auf dem Risserkogel

Ursprünglicher Artikel, 3. Juni,  9.29 Uhr: Kreuth - Wie die Polizei Bad Wiessee meldet, war ein 67-jähriger Bergsteiger aus München am Dienstag gegen 16.30 Uhr noch auf dem Risserkogel unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt war noch alles in Ordnung. Gegen 21.40 Uhr postete der Bergsteiger seiner Frau (58), dass er in Richtung Schwaigeralm abgestiegen wäre, sich dort aber verstiegen hätte und nun in einem Graben vor einem Wasserfall sitze. Er komme nicht mehr weiter und würde dort sein Nachtlager aufschlagen. 

Ehefrau alarmiert die Polizei 

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Bergwacht, Polizei und Hubschrauber im Einsatz. © Bergwacht

Kurz danach war der Akku seines Mobiltelefons leer. Seine Frau sorgte sich und meldete sich bei der Polizei. Ihr zufolge sei der Mann immer nur leicht bekleidet, während die Nacht doch recht kühl werden sollte. So wurde  die Bergwacht Rottach-Egern alarmiert, um den Mann aus seiner misslichen Situation zu retten. Sie war mit acht Mann an dem Einsatz beteiligt. Ein Polizeihubschrauber unterstützte ab Mitternacht die Suchenden. 

Gegen 1.20 Uhr wurde der Vermisste an der Bundesstraße gehend von Mitgliedern der Bergwacht unverletzt angetroffen. Anscheinend war er doch Richtung Tal weitergegangen. Er wurde zu seinem geparkten Pkw verbracht und konnte die Rückreise nach München antreten.

Das sollten Wanderer und Bergsteiger jetzt nach den Lockerungen bezüglich des Coronavirus wissen.

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