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Gelb und nicht zu übersehen (v.l.): Hans-Jürgen Schlaak, Rolf Sterzinger und Sören Mayer, Aktivisten einer Münchner Amnesty-Gruppe, haben am Mittwoch in Wildbad Kreuth demonstriert.

Nach Zoff mit dem Landratsamt

Wildbad Kreuth: AI-Aktivisten ziehen ihre Demo durch

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Kreuth - Drei Anläufe hat es gebraucht, jetzt haben sie es geschafft: Drei Aktivisten einer Münchner Amnesty International-Gruppe haben am Mittwoch in Wildbad Kreuth demonstriert. Der Weg dorthin war steinig.  

Am Mittwochmorgen dürfen Rolf Sterzinger, Hans-Jürgen Schlaak und Sören Mayer endlich an der Stelle demonstrieren, an der sie gern schon am 6. Januar gestanden hätten - hätte das Landratsamt ihnen keinen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie berichtet, brauchten die drei Amnesty-Aktivisten drei Anläufe, um ihre Mini-Demo gegen die Asyl-Politik der bayerischen Landesregierung genehmigt zu bekommen. Die ersten beiden Male hatte das Landratsamt sie nur an anderer Stelle (weitab vom Kreuther Geschehen) genehmigt.

Direkt an der Straße standen die Demonstranten am Mittwoch nun. Genehmigt war das allerdings wiederum nicht. "Die Absperrung hatte das Landratsamt an anderer, weiter von der Straße entfernter Stelle vorgesehen, die Polizei hat sie aber offenbar weiter vorn aufgebaut." Mit den Wiesseer Beamten habe die Zusammenarbeit bestens funktioniert, betont Sterzinger. Mit der Stelle war er zufrieden.

Sterzinger bedauert aber nach wie vor, dass die Demo weder am 6. noch am 19. Januar zustande gekommen ist. "Da wären die Politiker angereist. Heute haben ja alle im Bildungszentrum übernachtet." So seien sie von nicht so vielen gesehen worden. Das Landratsamt habe es also geschafft, "die CSU vor dem Anblick unseres Transparents zu schützen". Für Sterzinger ist der Zoff mit dem Miesbacher Landratsamt damit aber nicht beendet. Das Verfahren gegen den Bescheid vom 19. Januar stehe noch an. "Ich werde weiter Widerstand leisten gegen eine Behörde, die das Recht dermaßen verbiegt." 

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