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Die Gurfinkel-Zwillinge begeisterten beim diesjährigen Musikfest in Kreuth.

Zukunft des Ex-Sanatoriums unklar

Musikfest in Wildbad Kreuth: Wie geht's weiter?

Kreuth - Die letzten Klänge des Kreuther Musikfests 2015 in Wildbad Kreuth sind verklungen. Jetzt treibt die Organisatoren die Frage um, wie, wo und wann es mit der 27. Auflage weitergeht.

Das Musikfest Kreuth wird weitergeführt, keine Frage – auch wenn das Gebäude in Wildbad Kreuth nächstes Jahr umgebaut wird. „Wir machen keine Pause. Wie auch immer, es wird auch nächstes Jahr ein Musikfest geben“, sagt Rudi Wolf vom Organisationsteam des Musikfests. Wie berichtet, will Herzogin Helene in Bayern nach dem Ende des Mietvertrags mit der Hanns-Seidel-Stiftung das Gebäude neu verpachten. Voraussichtlich soll es als Hotel betrieben werden. Planungen laufen, konkrete Aussagen gibt es aktuell noch nicht. Fest steht nur, dass es Umbauten geben wird, die auch in die Spielzeit des Musikfests laufen.

Auch Herzogin Helene als Schirmherrin des Musikfests versichert, dass es weitergehen wird. Die Musikfest-Organisatoren hoffen, dass die Bautätigkeiten so koordinierbar sind, dass die Konzerte trotz allem wie gewohnt im Festsaal in Wildbad Kreuth stattfinden können. „Entsprechend werden wir den Termin für das 27. Musikfest legen“, sagt Wolf. Das bedeutet, dass das Musikfest nicht zwingend im August über die Bühne gehen wird, sondern vielleicht auch im Juni, wie früher einmal.

„Noch im Herbst gibt es einen Termin mit allen Beteiligten. Dann wissen wir mehr und ab dann können wir planen“, sagt Programmmacher Helge Augstein, der für die Programmgestaltung und die Einladung der Künstler nicht nur einen Termin, sondern auch die Örtlichkeiten fixiert haben muss. „Wir suchen die Künstler nicht zuletzt auch nach dem Konzertsaal oder Sälen aus, damit ein harmonisches Konzert entsteht“, sagt Augstein.

Vorsorglich macht er sich zusammen mit Wolf in den nächsten Wochen auf Besichtigungstour durch die potenziellen Spielstätten des Landkreises. „Wenn wir für das eine Jahr woanders hin ausweichen müssten, könnte das ja auch eine Chance für das Programm sein“, findet er. Dennoch hofft das gesamte Organsiationsteam weiter auf den Festsaal in Wildbad Kreuth: „Es ist einfach ein magischer Ort für große Musik. Und eigentlich alternativlos“, sagt Rudi Wolf.

Das diesjährige Musikfest war wieder ein großer Erfolg. 3200 Besucher kamen, fast so viele wie im Jahr zuvor, als zum Jubiläum viel größere Konzertsäle für ein weit größeres Publikum zur Verfügung standen. „Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entwicklung, die uns zeigt, dass der neue Weg gut ankommt“, sagt Wolf mit Blick auf die neue Programmausrichtung seit zwei Jahren. Auch ein Trend zu mehr Online-Kartenverkäufen und damit einem größeren Einzugsgebiet lässt sich verzeichnen.

Besonders begeistert Wolf, dass zunehmend mehr ermäßigte Karten verkauft wurden, sprich, dass merklich mehr Schüler und Studenten zum Musikfest gekommen sind. „Wie auch die auftretenden Künstler heute jünger sind, wird auch das Musikfestpublikum immer jünger. Das freut uns sehr“, sagt Wolf.

Insgesamt 52 internationale Künstler bestritten in diesem Jahr zehn großartige Konzerte ganz unterschiedlicher Ausrichtung: Vom Solokonzert über Kammermusik bis zum Orchesterkonzert und einer musikalischen Literaturlesung war alles dabei. Besonders gut kamen das Konzert mit Pianistin Olga Scheps, den Klarinettisten Alexander und Daniel Gurfinkel und dem Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung von Johannes Klumpp sowie der Abend mit den Gurfinkels und dem Armida Quartett an.

Von Alexandra Korimorth

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