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Für ein letztes Gruppenbild stellten sich die Belegschaften der Hanns-Seidel-Stiftung aus Wildbad Kreuth und München vor der Molkehalle auf.

Hanns-Seidel-Stiftung zieht jetzt aus

Wildbad Kreuth: Mitarbeiter nehmen Abschied

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Kreuth - Am Donnerstag ist die CSU-Landtagsfraktion aus Wildbad Kreuth abgerückt. Damit endete dort auch die letzte Veranstaltung unter der Ägide der Hanns-Seidel-Stiftung. Jetzt geht's ans Kisten packen.

Ende März ist es soweit: Dann läuft nach über 40 Jahren das Mietverhältnis zwischen der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung und Herzogin Helene in Bayern, der Eigentümerin des einstigen Sanatoriums, aus. Pünktlich zu diesem Zeitpunkt möchten die Verantwortlichen der Stiftung das Gemäuer „besenrein an die Besitzerin übergeben“, wie es Pressesprecher Hubertus Klingsbögl ausdrückt. 

Für die verbliebenen Angestellten in Wildbad Kreuth gibt es also noch einiges zu tun. „Ein Teil des Inventars gehört uns selbst“, erklärt Klingsbögl. Das gilt es nun zu begutachten und bei Bedarf in Kisten zu verpacken. Einiges, so der Stiftungs-Sprecher, werde man wohl in der Zentrale in München oder im Bildungszentrum Kloster Banz gebrauchen können. „Da kommt dann der Möbelwagen.“ Ein Teil der Einrichtung könnte aber auch in Wildbad Kreuth verbleiben – schließlich will die Herzogin das Gebäude als Hotel erhalten. „Die genauen Auszugsmodalitäten müssen wir noch mit der Eigentümerin klären“, sagt Klingsbögl. 

Zum Abschied überreichte Ursula Männle an Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider einen Präsentkorb.

Unterdessen haben die Angestellten – insgesamt waren es einmal 35 Mitarbeiter – bereits bei einer internen Feier zu ihrem Wildbad Kreuth Lebewohl gesagt. Dazu war auch die Belegschaft der Zentrale in München geladen. Stiftungsvorsitzende Ursula Männle, die im Festsaal auch ihre beiden Vorgänger Hans Zehetmair und Alfred Bayer begrüßen konnte, verwies in ihrer Ansprache noch einmal auf den Grund der Trennung zwischen Stiftung und Wildbad. 

Bekanntlich wollte die Stiftung die saftige Mietpreiserhöhung nicht schlucken, welche die Herzogin künftig verlangen wollte. Der Abschied, so betonte Männle, sei schmerzlich, biete aber auch Chancen. „Wir gehen erhobenen Hauptes. Es tut uns leid, aber wir können sagen: Wir haben unsere Aufgabe erfüllt. Wir sind stolz auf unsere Arbeit“, sagte Männle vor ihrer Belegschaft. Für das Personal habe man einen Sozialplan erarbeitet. Wie Klingsbögl auf Nachfrage berichtet, wechselten zwei Mitarbeiter ins Kloster Banz, drei in die Zentrale nach München. Die übrigen Angestellten hätten seines Wissens nach fast alle schon einen neuen Arbeitgeber gefunden. Diejenigen, die Wildbad Kreuth wegen einer Neubeschäftigung bereits verlassen wollten, habe man vorzeitig ziehen lassen, sagt Klingsbögl. Der Rest sagt Ende März endgültig Adieu. „Der Geist von Kreuth war allzeit zu spüren“, erklärte bei der Abschiedsfeier Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider. Der Rathaus-Chef war früher selbst Seminarteilnehmer und hob die außerordentliche Gastfreundschaft des Hauses hervor.

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