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Herzogin Helene in Bayern äußert sich im Interview mit der Tegernseer Zeitung zu den konkreten Plänen für das Ex-Sanatorium Wildbad Kreuth.

"Ort des Rückzugs im Einklang mit der Natur"

Herzogin nennt Details zu Plänen für Wildbad Kreuth

Kreuth - Wenn der Tagungs-Trubel vorbei ist, wird es richtig spannend für Wildbad Kreuth: Wie geht es weiter mit dem ehemaligen Sanatorium? Die Besitzerin hat uns zu ihren Plänen nun Details genannt.

Kanzlerin Angela Merkel schwebt mit dem Hubschrauber ein, auch der britische Premierminister David Cameron gibt sich die Ehre: Das ehrwürdige Wildbad Kreuth steht derzeit im Fokus – und vor einem Umbruch: Die CSU nahe Hanns-Seidel-Stiftung zieht aus. Über ihre Pläne für das Prachtgebäude hat Herzogin Helene in Bayern mit unserer Zeitung gesprochen. Demnach werden die CSU und das Blitzlichtgewitter bleiben.

Die Zukunft von Wildbad Kreuth – wie wird sie aussehen?

Das ehemalige Sanatorium Wildbad Kreuth ist die letzten 40 Jahre als Bildungseinrichtung genutzt worden. Die baulichen Gegebenheiten – zum Beispiel durch zahlreiche Seminar- und Veranstaltungsräume – sind also prädestiniert dafür, dieses Nutzungskonzept in seiner Grundstruktur beizubehalten. Insofern bietet sich an, Wildbad Kreuth zukünftig als Seminar- und Veranstaltungshotel zu nutzen. Zahlreiche Betreiber haben bereits großes Interesse bekundet. Wir stehen derzeit in konkreten Vertragsverhandlungen. Wildbad Kreuth wird also zukünftig ein Hotel.

Es gibt Gerüchte, dass Investoren Ihnen die Türen einlaufen – können Sie das bestätigen?

Es haben sich zahlreiche Interessenten gemeldet. Darunter waren sowohl ernstzunehmende Profis als auch Vermittler und Makler. Wir haben den Kreis derer, mit denen wir konkret gesprochen haben, jedoch bewusst sehr klein gehalten.

Können Sie zum Stand der Verhandlungen etwas sagen?

Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten, können jedoch erst zum Abschluss gebracht werden, wenn der konkrete Sanierungs- und Modernisierungsaufwand abgeschätzt und festgelegt werden kann. Hierzu sind teilweise Bauteilöffnungen erforderlich, die erst nach Auszug der Hanns-Seidel-Stiftung beziehungsweise nach Ende des Seminarbetriebes der Hanns-Seidel-Stiftung, also nach der CSU-Klausurtagung, vorgenommen werden können. Insofern gehen wir davon aus, dass wir Anfang 2016 die Verhandlungen abschließen können.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Der Zeitplan orientiert sich an den erforderlichen Maßnahmen. Schön wäre es, wenn das Objekt Mitte 2017 in neuem Glanz eröffnet werden könnte. Dies wäre schon deshalb wünschenswert, weil die CSU Interesse an einer Anmietung des Objektes für ihre Klausurtagungen im Januar geäußert hat und wir und der künftige Betreiber diesen Wunsch gerne erfüllen würden.

Wie sehen Sie selbst das ehemalige Bad in zehn Jahren?

Wildbad Kreuth wird in zehn Jahren ein gut eingeführtes Ressort-Hotel sein, dass sich von den übrigen Hotels im Tegernseer Tal abgrenzt. Das Hotel liegt in unberührter Natur fernab von jeglicher Zivilisation. Ein Ort des Rückzugs im Einklang mit der Natur und seiner Historie. Es wird kein Luxushotel, jedoch ein Hotel, in welchem Qualität, Nachhaltigkeit und Authentizität spürbar sein werden. Ein Ort, an dem sich Gruppen, Organisationen, Familien und auch einzelne sich in wunderbarer Natur zurückziehen können. Hier können Hochzeiten und Familienfeste wie sonstige Veranstaltungen gefeiert werden. Das Internationale Musikfest Kreuth wie auch die CSU-Klausurtagung sind fester Bestandteil dieses Konzeptes. Wir freuen uns darauf.

Von Annika Prem

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