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Brand in Kreuther Gemeindehaus: Ermittlungen zur Ursache laufen - Erdgeschosswohnung gesperrt - Mieter kommen bei Verwandten unter

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Von: Christina Jachert-Maier

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brand kreuth weißach
Im Einsatz waren die Feuerwehren Kreuth und Rottach-Egern © STEFAN SCHWEIHOFER

Ein Brand im ehemaligen Kreuther Gemeindehauses mit sechs Wohnungen in Weißach konnte am Freitag von der Feuerwehr schnell gelöscht worden. Die Ermittlungen zur Brandursache sind noch im Gange.

Update vom 9. November: Vermutlich hat ein überhitzter Ofen den Brand ausgelöst. Näheres konnte die Polizei auch am Dienstag noch nicht sagen. Die Ermittler der Kripo Miesbach waren vor Ort, ein Gutachten wird erstellt. Die Klärung der Brandursache werde noch einige Tage in Anspruch nehmen, meinte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Die Erdgeschosswohnung, von der der Brand ausging, hat die Polizei noch abgesperrt. Die Mieter seien bei Verwandten untergekommen, berichtet Josef Bierschneider. Wann sie wieder in ihre Wohnung zurückkehren können, lasse sich derzeit nicht sagen. Erst wenn die Polizei die Wohnung freigegeben habe, könne die Gemeinde den Schaden genauer abschätzen und die Sanierung beauftragen, erklärt Bierschneider.  

Update vom 7. November: „Es ist ein Riesenglück, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind“, sagt Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider. Das betroffene Haus gehört der Gemeinde Kreuth. Früher einmal unterhielt das Rathaus dort noch ein Büro. Derzeit sind dort sechs Wohnungen untergebracht, die zum günstigen Preis vermietet werden.

„Die Feuerwehr hat sehr professionell gearbeitet und Schlimmeres verhindert“, erklärt Bierschneider. Froh ist er vor allem, dass es keine Verletzten gab. Und auch der Schaden am Gebäude halte sich dank des bedachten Vorgehens der Feuerwehr in Grenzen. Aktuell schätzen ihn die Ermittler auf einen Betrag im mittleren bis oberen fünfstelligen Bereich. Ob diese Summe ausreicht, um den Schaden zu beheben, kann Bierschneider aktuell nicht sagen. Zur Begutachtung werden Experten zu Rate gezogen.

Übergangsquartier für betroffene Mieter

Betroffen sind die drei Wohnungen im linken Teil des Gebäudes. Am Abend des Brandes leistete Korbinian Kohler, Eigentümer des benachbarten Luxushotels Bachmair Weissach, Nothilfe und ließ Zimmer blocken, um die Mieter der verrauchten Wohnungen aufzunehmen. „Das hat uns sehr geholfen“, sagt Bierschneider. Zwei Familien übernachteten im Hotel. Der gemeindliche Bauhof brachte am Samstag das Gebäude soweit wieder in Ordnung, dass nun nur noch die Erdgeschosswohnung, von der der Brand ausging, nicht genutzt werden kann.

In dieser Wohnung leben sechs Menschen, die größtenteils bei Verwandten untergekommen ist. Zwei Personen blieben noch eine Nacht im Hotel und kommen dann in einer Ferienwohnung unter.

Wie viel vom Hab und Gut der betroffenen Mieter verloren ist, muss sich noch zeigen. Das Problem ist der Rauch. Es sei noch abzuklären, wie viel vom Inventar mit einer Spezialreinigung gerettet werden kann, berichtet Bürgermeister Bierschneider: „Das müssen wir noch mit der Versicherung besprechen.“

Update vom 6. November: Mittlerweile gibt es einen offiziellen Polizeibericht der Polizei Miesbach zu dem Brand in Weissach. Demnach wurden Passanten durch einen akustischen Rauchmelder gegen 16.30 Uhr am Freitagnachmittag auf ein Feuer in einer Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in Weissach aufmerksam. Die Integrierte Leitstelle wurde alarmiert. Diese verständigte neben den Feuerwehren aus Kreuth und Rottach-Egern auch die Kräfte der Kreisbrandinspektion sowie des Rettungsdienstes.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung. Nach ersten Erkenntnissen ging der Brand offenbar von einem Ofen in der Erdgeschosswohnung aus, von wo er sich in die Zwischendecke zur darüber liegenden Wohnung ausbreitete. Zur Brandbekämpfung mussten die Einsatzkräfte den Zwischenboden öffnen und die Stromversorgung des Hauses unterbrechen. Gegen 17.30 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben und in die Belüftung des Gebäudes übergegangen werden.

Die vom Brand betroffenen Wohnungen sind derzeit unbewohnbar. Der Sachschaden wird im mittleren bis oberen fünfstelligen Bereich geschätzt. Verletzt wurde niemand. Während der Löscharbeiten war die Wiesseer Straße zeitweise komplett gesperrt. Der Kriminaldauerdienst der Kripo Rosenheim hat mit den Ermittlungen begonnen. Die Polizei Miesbach unterstützt bei der Klärung der Brandursache. Hinweise auf eine Brandstiftung gibt es nicht.

Feuer in Wohnhaus in Weissach

Update vom 5. November, 19 Uhr: Das Feuer in dem Wohnhaus in Weissach ist gelöscht, die Sperrung der B 318 aufgehoben. Gegen 19 Uhr berichtet der Kreuther Kommandant Thomas Wolf vom Ende des Einsatzes. Die Wohnungen von drei Familien sind vorerst nicht bewohnbar. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die Familien werden fürs Erste im Hotel untergebracht.

Betroffen sind Wohnungen im ersten und zweiten Stockwerk. Die Feuerwehr musste den so genannten Fehlboden herausreißen, um alle Glutnester auszuräumen. Vermutlich ging der Brand vom Kamin aus. Die Schadensursache festzustellen ist Sache der Gutachter. Die Ermittlungen übernimmt die Miesbacher Kripo.

Erstmeldung vom 5. November, 17.50 Uhr: Weissach - In einem Wohnhaus an der Wiesseer Straße in Weissach, gegenüber dem Hotel Bachmair Weissach, ist am Freitag gegen 16.30 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Im Einsatz sind die Feuerwehren Kreuth und Rottach-Egern. Wie Thomas Wolf, Kommandant der Kreuther Feuerwehr, berichtet, war zunächst nur ein Kaminbrand gemeldet. „Aber der hat sich ausgeweitet“, erklärt Wolf. Derzeit reiße die Feuerwehr alle Zwischendecken heraus. Bei dem Gebäude handle es sich um das ehemalige Kreuther Gemeindehaus. Wegen der Löscharbeiten ist die B 318 aktuell gesperrt.

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