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So könnte es aussehen: Eine Innenansicht des Badehauses.

Planung für Jodbad läuft

Der lange Weg zum neuen Kurviertel

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Bad Wiessee - Die Neugestaltung des Jodschwefelbad-Areals steckt in der Planungsphase. Noch ehe Hotel und medizinisches Zentrum entstehen, soll das gemeindliche Badehaus kommen.

2016 ist für Bad Wiessee ein Planungsjahr. Mehr nicht. Gerade eben hat der Gemeinderat den Bebauungsplan für das Jodschwefelbad-Areal verabschiedet (wir berichteten). Die Schweizer Sports Medicine Excellence Group (SME) als Investor und der Südtiroler Star-Architekt Matteo Thun können nun in die Erarbeitung der konkreten Baupläne einsteigen. Vorbereitet wird ebenso der Verkauf des Geländes – Jodbad-Fläche inklusive Wandelhalle. Bereits im vergangenen Jahr hat die Gemeinde entschieden, das Areal nicht in Erbpacht zu vergeben, sondern zu verkaufen. 

„Die Gründe dafür liegen im niedrigen Zinsniveau, das Investoren den Kauf erleichtert“, erklärt Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block). Zinsen für Erbpacht-Kredite seien wesentlich höher. Große Teile der Fläche seien bereits bewertet, sagt Höß. Bad Wiessee rechnet damit, etwa sieben Millionen Euro zu erlösen. Die Summe fließt aber erst auf das Konto der Gemeinde, wenn die Investoren Baurecht haben, was allerdings noch dauert: Wie berichtet, wird der konkrete Bauantrag wohl Ende des Jahres vorliegen, dann beginnt ein erneuter Genehmigungs-Marathon. Von dem Geld müssen zum einen Steuern bezahlt werden, erklärt Höß. „Zum anderen müssen wir Schulden tilgen.“ Auf 28,5 Millionen Euro beläuft sich der Schuldenstand aktuell, wie Kämmerer Franz Ströbel bei der Verabschiedung des Haushalts im April bekannt gegeben hatte.

Der Großteil des Jodbad-Erlöses, so Höß, werde dafür verwendet, das Badehaus zu bauen, in dem künftig die Jodbäder verabreicht werden. Matteo Thun hat dazu bereits ein erstes Konzept erstellt, das schon öffentlich präsentiert wurde. Holz, Glas, Innenhöfe und viel Licht sollen dem Bau ein Gesicht geben. Einer ersten Kostenschätzung zufolge könnte der Neubau neben dem Badepark etwa vier Millionen Euro kosten. Ob es dabei bleibt? „Das steht noch nicht fest“, erklärt Städteplaner Eberhard von Angerer. Die Münchner Architektur- und Städteplaner Martin Hirner und Martin Hiehl, Gewinner eines EU-weiten Vergabe-Verfahrens, seien mit den weiteren Planungsphasen betraut. „Wenn ihre Arbeit vorliegt, steht mit einer 15-prozentigen Bandbreite nach oben und unten fest, was das Projekt kosten wird“, erklärt Angerer das Vorgehen.

Dann könne die Gemeinde immer noch entscheiden, an welchen Stellen sie den Rotstift ansetzt. Klar ist hingegen: Das Badehaus wird als erstes realisiert, noch vor Hotel- und Klinikbau. Gerüchten, wonach das alte Jodbad schon heuer abgerissen wird, erteilt der Rathaus-Chef klar eine Absage. „Das wird nicht zu schaffen sein.“ In nicht-öffentlicher Sitzung befasste sich der Gemeinderat jetzt mit dem Badehaus und den Möglichkeiten, die Jod- und Schwefel-Anwendungen während der Bauphase ohne Unterbrechung anzubieten. Eine Option wäre, die Jodbäder im Badepark zu verabreichen. Dort stehen derzeit Räume leer. Der Haushamer Architekt Herbert Wagenpfeil hat bei der Sitzung einen Plan vorgestellt, dessen Verwirklichung etwa 150 000 Euro verschlingen würde.

 „Ob wir uns dafür entscheiden, ist noch völlig offen“, erklärt Höß. Schließlich wären das wieder neue Kosten, dabei hat sich die Gemeinde schon dazu durchgerungen, den Badepark zu sanieren. Wie berichtet, soll ein neues Kassensystem kommen, die Papierkarte wird durch ein elektronisches Armband ersetzt. Auch für die inzwischen geschlossene Gastronomie wird eine neue Lösung geschaffen. 300 000 Euro sind für die Sanierung im Haushalt eingeplant.

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