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Selbstvertrauen gewinnen – das können Kinder, die ein Pferd führen. Gleichzeitig lernen sie, sich ruhig zu bewegen. Für die Reiter sind kleine Spiele – wie hier das „an der Hand fassen“ – wichtige Elemente beim Therapeutischen Reiten. Hippotherapeutin Josepha Brünner (r.) weiß, worauf es dabei ankommt. 

„Auch für uns war das schön zu sehen“

Handicap Integrativ: Viel mehr als nur Reiten

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Zum ersten Mal nahmen die Kinder der Sparte Handicap Integrativ an der Hippotherapie auf dem Straußenhof in Waakirchen teil. Und blühten dabei völlig auf. 

Waakirchen – Die Begeisterung ist den Kindern wahrlich ins Gesicht geschrieben. Voller Glück sitzen sie auf den Pferden. Lautes Lachen und Freudenschreie sind in der Reithalle zu hören. Sieben Buben und Mädchen der Sparte Handicap Integrativ der SG Hausham dürfen zum ersten Mal bei einem Schnuppertag in den Sätteln der Therapiepferde am Straußenhof in Waakirchen sitzen und meistern das mit Bravour. Die Aktion „Leser helfen Lesern“ soll es der Sparte in Zukunft ermöglichen, das Angebot „Therapeutisches Reiten“ mit in ihr Programm aufzunehmen.

„Es war von Anfang an toll“, sagt Spartenleiter Stephan Kaiser im Nachhinein. „Schon als die Kinder Kontakt zu den Pferden aufgenommen haben.“ Sehr emotional erzählt der Sonderpädagoge von dem Ausflug in den Reitstall Straußenhof. Vor zehn Jahren hat er die Sparte gegründet, die behinderte mit nicht-behinderten Kindern beim Sport zusammenbringt. „Das Seelische spielt bei den Kindern eine große Rolle“, erklärt er. „Sie haben einen natürlichen Zugang zu den sensiblen Tieren gefunden.“

Dies bestätigt auch Hippotherapeutin Josepha Brünner. „Das Pferd nimmt den Menschen so wie er ist, egal ob behindert oder nicht“, sagt Brünner. „Es ist ein Lebewesen, das sehr sensibel auf Kinder reagiert.“ Das Therapeutische Reiten werde oft bei körperlichen Behinderungen eingesetzt, um Gleichgewicht und Muskulatur zu fördern. Bei den Kindern von Handicap Integrativ gehe es aber in erster Linie um den psychischen Effekt: Allein durch die große Freude am Reiten an sich haben sich die Kinder geöffnet und gelacht. „Auch für uns war das schön zu sehen“, sagt die Hippotherapeutin.

Besonders wichtig war dabei von Anfang an auch der Umgang mit den großen Vierbeinern. Nach dem Mittagessen im Reiterstüberl versammelten sich die Kinder in den Stallungen. Je zwei bis drei Kinder kümmerten sich um ein Pferd. Hufe auskratzen, Mähne bürsten, striegeln – und natürlich kuscheln. Beim Satteln und Zäumen halfen die sieben Kinder mit großem Eifer mit.

Dann ging es endlich in die Reithalle. Geführt von Hippotherapeutin Brünner und weiteren Helfern vom Straußenhof waren die Kinder vor lauter Freude fast nicht mehr vom Pferd zu kriegen. Einige trauten sich sogar, vom langsamen Schritt in den etwas schnelleren Trab zu wechseln. Und auch das Treten über die Bodenstange gefiel den Mädchen und Buben von Handicap Integrativ.

Einige von ihnen leben mit geistigen Handicaps, zum Beispiel dem Down-Syndrom oder Autismus. Aber auch diese Kinder setzten sich ohne Angst und voller Freude auf die Haflinger und Kaltblüter – und am Wichtigsten und Schönsten: Sie lachten.

Wo kann ich Spenden? Hier gibt´s alle Infos zu unserer Aktion und unser Spendenkonto.

Das Ziel von Kaiser und seinem Team ist es, ein- bis zweimal im Monat mit sieben Kindern zum Therapeutischen Reiten an den Straußenhof fahren zu können. Kosten entstehen für die Therapeuten, Betreuer und Helfer, für die Pferde und für die Fahrt. Deshalb unterstützt die Aktion „Leser helfen Lesern“ die Sparte Handicap Integrativ bei ihrem Vorhaben. Das Therapeutische Reiten wird in enger Zusammenarbeit mit dem Haus Bambi in Schliersee angeboten. Auch die Kinder der Heilpädagogischen Wohneinrichtung sollen Freude und Glück auf den Vierbeinern erleben. Nötig sind dazu zwei bis drei Begleitpersonen seitens der Sparte.

Leser helfen Lesern -unsere große Spendenaktion: Alle Geschichten, alle Events, alle Begünstigten und alle Infos zu unserer Aktion finden Sie auf unserer Themenseite.

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