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Neues Mauthäusl bekommt Toiletten

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Von: Alexandra Korimorth

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Das Mauthäusl an der Straße zur Sutten ist zugig und alt.
Wird ersetzt: Die zugige Hütte kommt weg, stattdessen baut die Gemeinde ein neues Mauthäusl mit Toiletten. © Thomas Plettenberg

Am Fuß der Suttenstraße soll ein neues Mauthäuschen entstehen, in das auch gleich die Toilettenanlage für den Wanderparkplatz integriert wird. Der Gemeinderat Rottach-Egern diskutierte jetzt angeregt über die Gestaltung.

Rottach-Egern - Eins war ausgemachte Sache: Das neue Mauthäuschen, das die alte, zugige Hütte ersetzen wird, soll doch nicht im zuerst geplanten Mindestmaß entstehen, sondern mit drei Toiletteneinheiten – je eine für Damen und Herren und eine barrierefreie, geräumige für Leute mit Handicap und mit Euro-Schlüssel – ausgestattet werden. Daniel Merone vom gemeindlichen Bauamt legte in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Entwurf vor, der dem vermehrten Platzbedarf und auch der geänderten Zuwegung Rechnung trägt. Merone erläuterte, dass es gelte, sich zwischen Holz- und massivem Ziegelbau zu entscheiden. Der preisliche Unterschied liege bei rund 1000 Euro. Reparaturen eventueller Rohrbrüche könnten bei einer Ziegelbauweise einfacher und günstiger erledigt werden. Er präferiere daher die günstigere Ziegelbauweise.

Gegen die Planung des schlichten Zweckbaus mitsamt der Aufteilung im Innern hatten die Gemeinderäte nichts einzuwenden, gegen das Baumaterial aber schon. Sepp Kaiser (CSU), seines Zeichens Zimmerermeister, legte als erster sein Veto ein: „Ich würde die Holzbauweise bevorzugen. Das passt besser in unsere Gegend.“ Überdies seien Rohrbrüche auch bei Holzbauweise kein Argument, sagte er. Merones Einwand, dass auch der Energieberater nur einen unerheblichen Unterschied zwischen den Bauweisen errechnet habe, wischte Kaiser beiseite: „Es geht darum, den Willen zum ökologischen Bauen zu zeigen.“

Alexander von Schoeler (Grüne) sprang seinem Vorredner ebenso bei wie Architekt Andreas Erlacher (FWG). Schoeler sprach sich für den heimischen und nachhaltigen Baustoff aus. Erlacher war auch „klar für Holz“. Wenn man massive Holzwände komplett verschale, könne man den Bau am Ende auch einfach wieder auseinandernehmen und das Material sauber entsorgen: „Das wäre zukunftsweisend und macht Sinn“, meinte er und schob seinerseits den Einwand von Vize-Bürgermeister Josef Lang (CSU) bezüglich der 1000 Euro-Differenz zwischen den Bauweisen beiseite: „Die paar Euro kann man sich leisten.“

Bürgermeister Christian Köck (CSU) fasste zusammen: „Die Tendenz scheint in Richtung Holz zu gehen. Das könnten wir uns leisten und sollten es auch tun. Das ist einfach bis zu Ende gedacht.“ Einstimmig folgte der Gemeinderat seiner Empfehlung.

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