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Neues Bistro im Wiesseer Badepark eröffnet

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Badepark Bad Wiessee Bistro
Hoffen auf viele Besucher und ein gutes Geschäft: Pächter Klaus Glöckl (l.) und Bürgermeister Peter Höß bei der Eröffnung des neuen Badepark-Bistros. © Thomas Plettenberg

Bad Wiessee  - Die Gemeinde macht sich und den Badepark-Besuchern ein schönes Weihnachtsgeschenk: ein neues Bistro. Am Freitag wurde es offiziell eröffnet.

In der Theke für die „Komfort-Selbstbedienung“ hat Bistro-Wirt Klaus Glöckl (55) alles appetitlich hergerichtet: Sandwiches, Kuchen, Getränke. Auf großen Tafeln an der Wand steht, was es noch so gibt – von Pommes für Kinder für erschwingliche 2,50 Euro, bis zu Pasta und vegetarischen Gerichten sowie Kaffee in allen mögliche Variationen. Was nicht gleich fertig ist, wird serviert – entweder an den Tischen oder an den Liegen, auf denen es sich die Badegäste bequem machen können. Während früher eine Einkehr nur vor oder nach dem Schwimmen oder Schwitzen möglich war, so ist das Bistro jetzt für die Gäste während des Aufenthalts möglich: Durch eine Glastür gelangt man ins modern gestaltete und mit Fußbodenheizung ausgestattete Lokal.

„Dieses neue Konzept wird uns helfen, das Defizit des Bades zu verringern“, ist Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) überzeugt. Am Freitagvormittag nahm er im Beisein einiger Gemeinderäte, Rathaus-Kollegen und dem Chef der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT), Christian Kausch, die offiziellen Eröffnung vor.

Um dieses Ziel zu schaffen, hat die Bad Wiessee allerdings kräftig investiert: 300.000 Euro hat der Umbau gekostet. Die noch folgende Neugestaltung des früheren Eingangsbereichs zu einer Terrasse ist darin schon enthalten. Geplant ist zudem eine Café-Bar im Innenbereich, die externen Gästen zur Verfügung stehen soll. Oder auch Besuchern des Jodbades, die ab Januar im ersten Stock des Badeparks vorübergehend ihre Anwendungen bekommen. Solange, bis das neue Badehaus neben dem Badepark gebaut ist.

Die Investition ist auch ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Badeparks. Lange Zeit war sie ungewiss, „doch jetzt wollen wir das Bad einer guten Zukunft zuführen“, sagt Höß. Die Gemeinde sei sich bewusst, dass da noch viel auf sie zukomme. „Das Bad ist 46 Jahre alt“, weiß Höß. Jedes Jahr bei der Revision müsse nachgebessert werden. Vor einigen Jahren wurde ein Millionenbetrag in die Erneuerung der Lüftung und ein neues Blockheizkraftwerk investiert. Als nächstes ist wohl die Erneuerung der Glasfront im Hallenbad nötig. Die Überprüfung des Flachdachs und die energetische Sanierung stehen ebenfalls an. „Das Bad ist ein Sparschwein“, sagt Wiessees Kämmerer Franz Ströbel. Er muss das Defizit im Blick haben, das sich inzwischen auf 700.000 Euro jährlich beläuft. „Bad Wiessee trägt das Bad, die anderen profitieren“, merkt Höß an. Darüber müsse man irgendwann reden. Dennoch ist er zuversichtlich, auch wenn aktuell viele Investitionen zu stemmen seien: „Als wir vor fünf Jahren das Jodbad gekauft haben, hatten wir 38 Millionen Euro Schulden, jetzt sind es unter 27 Millionen. Und wir werden weiter Schulden abbauen.“ Die Regierung von Oberbayern habe zudem angeboten, die Gemeinde bei der Modernisierung zu begleiten.

Mit dem Bistro und dem neuen Konzept sollen die Besucherzahlen steigen. Sie liegen zwischen 150.000 und 160.000 Gästen jährlich und sollen auf 200.000 klettern. 300.000 waren es einmal. Und dann hat Höß noch ein Weihnachtsgeschenk: An eine Erhöhung der Preise werde derzeit nicht gedacht.

gr

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