+
Christine Miller (Vorsitzende) und Otto Parzhuber (r. Vize-Vorsitzender) ehren Markus Höß. 

Bei Neuwahlen im Amt bestätigt

DAV-Sektion Tegernsee: Christine Miller bleibt an der Spitze

Bad Wiessee - Christine Miller hat es wieder geschafft:  Sie wurde erneut zur Vorsitzenden der Alpenvereinssektion Tegernsee gewählt. 

Mit Christine Miller hatte 2012 erstmals eine weibliche Vorsitzende die Spitze der Alpenvereinssektion Tegernsee erklommen. Sie hat ihre Prüfung bestanden: Bei der Neuwahl im Rahmen der Hauptversammlung sprachen die 75 stimmberechtigten Mitglieder – bei einer Enthaltung und einer ungültigen Stimme – Miller das Vertrauen für eine weitere Amtszeit aus. Als Schatzmeister wurde Leonhard Stahlberg unangefochten wiedergewählt. In Abwesenheit stellte sich Andreas Stecher aus Kreuth als neuer Wegereferent zur Verfügung. Stecher ist Mitarbeiter des Rottacher Bauhofs. Eine Neuwahl war notwendig, weil Ludwig Fichtl jun. nach zwölf Jahren sein Amt in andere Hände geben wollte. 

Miller bedankte sich für das Vertrauen, das ihr die Sektion mit rund 2400 Mitgliedern entgegenbringt. 200 neue Mitglieder waren allein 2015 zu verzeichnen, darunter viele Kinder. „Die personellen Veränderungen der letzten Jahre haben sich positiv ausgewirkt“, verkündete Miller. Mit „Urgestein“ Otto Parzhuber aus Kreuth als Stellvertreter funktioniere die Zusammenarbeit hervorragend. Jörg Fremd aus Rottach-Egern habe sich als Hüttenreferent bestens eingearbeitet.

 „Unsere Tegernseer Hütte steht wieder top da, nachdem unter anderem für die Solaranlage, die neue Seilbahn mit Motor sowie für die Kühlanlage viel Geld in die Hand genommen wurde.“ Ein dickes Lob galt Hüttenwirt Ludwig Michl. Trotz der Investitionen stehe der Verein finanziell auf sehr gesunden Beinen. „Das haben wir Hartl Stahlberg zu verdanken“, lobte Miller. Die „lange und dunkle Wegstrecke“, verursacht durch den seinerzeitigen Schatzmeister, sei beendet. Wie berichtet, hatte der Ex-Kassier in der Zeit des Hüttenumbaus von 2005 bis 2009 rund 130.000 Euro unterschlagen. 

Erfrischend waren die Beiträge der einzelnen Referenten über deren Aktivitäten, vor allem mit Kindern und Jugendlichen. „Es rührt sich was in der Tegernseer Sektion“, freute sich die Vorsitzende. 

Ein ernstes Thema sprach Naturschutzreferent Jörn Hartwig an, der über umweltfreundliches Skibergsteigen referierte und die neuen Schilder am Hirschberg „Natürlich auf Tour“ vorstellte. Glücklich schätzt sich die Sektion, dass mit Markus Höß (29) ein frischgebackenen Bergführer zur Verfügung steht. Er gehört seit rund 20 Jahren zu den Aktiven der Sektion. Seit 2015 ist der Sohn des Wiesseer Bürgermeisters Peter Höß nun staatlich geprüfter Berg- und Skiführer. Zur bestandenen Prüfung überreichte der Vorstand einen Geschenkkorb. Aktuell beschäftigt die Sektion das von der Gemeinde Kreuth angestrebte Prädikat Bergsteigerdorf, ein Projekt, dass der DAV-Hauptverband von Österreich übernommen hat. „Wir wollen uns gerne dafür einsetzen, dass Kreuth die geforderten Kriterien erfüllt, die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls da“, so Miller. Auch die Geselligkeit spielt eine große Rolle. „Unsere seit drei Jahren stattfindende Sonnwendfeier ist ein Erlebnis“, schwärmte Miller. Unter großem Aufwand werden dabei die Instrumente des Ensembles Allegra mit der Seilbahn in luftiger Höhe zur Tegernseer Hütte transportiert, um für einen gemütlichen Abend mit musikalischer Untermalung zu sorgen.   Ingrid Versen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tegernseer (24) überrollt Radfahrerin (22) - schwer verletzt
Dramatische Szenen haben sich am Freitagmorgen in Hausham abgespielt: Eine Radfahrerin wurde von einem Autofahrer überrollt. Passanten mussten das Auto anheben, um sie …
Tegernseer (24) überrollt Radfahrerin (22) - schwer verletzt
Am Tegernsee: Schwan greift SUP-Fahrer an - er hat seinen Grund
Achtung liebe SUP-Fahrer in der Egerner Bucht. Hier schwimmt ein Schwan, der euch so gar nicht mag - und euch ganz übel angreift. Allerdings gibt es dafür eine Erklärung.
Am Tegernsee: Schwan greift SUP-Fahrer an - er hat seinen Grund
Landkreis baut 60.000-Euro-Lift - für ein paar Stufen
Der Behinderten-Aufzug kostet viel Geld, eine Wand im Barocksaal sowie ein ganzes Klassenzimmer - für zwei Meter Höhenunterschied. Bisher trägt man die Rollstuhlfahrer …
Landkreis baut 60.000-Euro-Lift - für ein paar Stufen
Schwestern verkaufen Hof - Vater, der da wohnt, weiß nichts
Zwei Schwestern haben ihre zwei Grundstücke samt Wohnhaus und Kapelle in Fischbachau verkauft. Ohne Wissen ihres Vaters, der da noch wohnt. Aber das ist noch nicht das …
Schwestern verkaufen Hof - Vater, der da wohnt, weiß nichts

Kommentare