Seeprozession auf dem Tegernsee
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Es war die erste ökumenische Seeprozession auf dem Tegernsee überhaupt: Viele Gläubige gingen am Sonntag an Bord der "MS Tegernsee", um gemeinsam zu singen und zu beten.
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Es war die erste ökumenische Seeprozession auf dem Tegernsee überhaupt: Viele Gläubige gingen am Sonntag an Bord der "MS Tegernsee", um gemeinsam zu singen und zu beten.
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Es war die erste ökumenische Seeprozession auf dem Tegernsee überhaupt: Viele Gläubige gingen am Sonntag an Bord der "MS Tegernsee", um gemeinsam zu singen und zu beten.
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Es war die erste ökumenische Seeprozession auf dem Tegernsee überhaupt: Viele Gläubige gingen am Sonntag an Bord der "MS Tegernsee", um gemeinsam zu singen und zu beten.

An Bord der "MS Tegernsee"

Ökumenische Seeprozession auf dem Tegernsee: Die Bilder

Tegernsee - Es war die erste ökumenische Seeprozession auf dem Tegernsee überhaupt: Viele Gläubige gingen am Sonntag an Bord der "MS Tegernsee", um gemeinsam zu singen und zu beten.

In großer Erwartung hatten sich am Sonntagmittag die Menschen auf dem Dürnsteiner Platz in Tegernsee versammelt, um an einer besonderen Schifffahrt teilzunehmen: der ersten ökumenischen Seeprozession auf dem Tegernsee.

Zuletzt hatte es 1996 eine katholische Seeprozession im Tegernseer Tal gegeben. Die Schifffahrt nun wurde gemeinsam von katholischen, evangelischen und orthodoxen Christen gestaltet und wollte das Element „Wasser“ sowohl als Mitgeschöpf, Lebens- und Heilmittel als auch als Wirtschaftsfaktor und Naturgewalt ins Blickfeld rücken. Zahlreiche Tal-Bewohner – darunter viele Kommunalpolitiker – nahmen an der Prozession teil und gingen bei schönem Spätsommerwetter an Bord der geschmückten „MS Tegernsee“.

Zuvor hatte Tegernsees Rathaus-Chef Johannes Hagn im Namen aller Tal-Bürgermeister die rund 200 Besucher aus nah und fern vor dem Rathaus willkommen geheißen. Unter ihnen waren auch Landrat Wolfgang Rzehak mit Familie und Bezirksrat Josef Bichler. Hagn wünschte allen eine schöne und besinnliche Zeit auf dem Schiff.

„Seit ich vor fünf Jahren hier meinen Dienst begann, habe ich davon geträumt, den See in unsere seelsorgerische Arbeit mit einzubeziehen“, bekannte Monsignore Walter Waldschütz. Der katholische Pfarrer bedankte sich bei dieser Gelegenheit beim anwesenden bayerischen Finanz- und Heimatminister Markus Söder. Der hatte im Vorfeld die kirchliche Anfrage nach geeigneten Schiffen bereits nach wenigen Tagen beantwortet und auch höchstmögliche Rabatte zugesagt. „Die Katholische Kirche ist eine männliche Kirche, die von Frauen getragen wird“, meinte Waldschütz und bedankte sich beim zuständigen Arbeitskreis, der durchwegs aus Frauen besteht.

„Was hat die Politik am heutigen Tag hier zu suchen?“ Diese Frage stellte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in ihrem Grußwort in den Raum. Die Antwort gab sie selbst: „Wir wollen Zeugnis ablegen, dass wir in einer höheren Verantwortung stehen.“ Wegen der zwei Stunden später anberaumten Sonderkabinetts-Sitzung unter Ministerpräsident Horst Seehofer in Sachen Asylpolitik baten die beiden Spitzenpolitiker um Nachsicht, dass sie nach der ersten Station bereits von Bord gehen und nach München fahren müssten. Sie hätten aber in jedem Fall heute dabei sein wollen, versicherten Aigner und Söder unisono.

Nach einer Andacht legte das große Fahrgastschiff „MS Tegernsee“ der Bayerischen Seenschifffahrt dann ab, um den Tegernsee im Uhrzeigersinn zu umrunden. Halt machten die Gläubigen an der Kuranlage in Rottach-Egern, in der Ortsmitte von Bad Wiessee und in Kaltenbrunn. Dort fanden jeweils weitere Andachten statt, zu denen alle Einheimischen und Gäste eingeladen waren. Die orthodoxe Gewässersegnung vor Kaltenbrunn war ein ganz besonderes Erlebnis. Dabei wurde dreimal ein Holzkreuz in den See geworfen, das von Schwimmern wieder zum Schiff gebracht wurde. Die Prozession endete am frühen Abend mit einer gemeinsamen Andacht in der Tegernseer Pfarrkirche St. Quirinus.

Ingrid Versen

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