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Wirkt eigentlich ganz friedlich: der mutmaßliche Problem-Schwan am Tegernsee, der sich zur Touristenattraktion mausert.

Tierschutzverein Behörden warnen deutlich

Problem-Schwan-Debatte am Tegernsee immer absurder: Immer mehr Touristen wollen ihn finden

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Der Problem-Schwan vom Tegernsee ist deutschlandweit bekannt, was ein absurdes Problem hervorruft: Immer mehr Touristen machen sich gezielt auf die Suche nach ihm.

Tegernsee – Noch immer bewegt der Problem-Schwan vom Tegernsee die Gemüter. Die Satire-Sendung quer des BR hat dem resoluten Federvieh am Donnerstagabend einen eigenen Fernseh-Beitrag gewidmet, in dem Schwan-Befürworter und -Gegner zu Wort kamen. Beide mit starken Argumenten. Auch die Behörden sind nach den Schwan-Attacken in den vergangenen Wochen alarmiert.

Bekanntheit von Problem-Schwan hat Folgen: Schwan-Tourismus

Auch Johanna Ecker-Schotte, die als Vorsitzende des Tierschutzvereins Tegernseer Tal eng in die Thematik eingebunden ist, appelliert eindringlich an die Menschen, Abstand zu dem angriffslustigen Schwanen-Männchen zu halten. Zuletzt habe es einen regelrechten „Schwan-Tourismus“ am Tegernsee gegeben, beklagt die Rottacherin. „Es macht aber keinen Sinn auszutesten, ob der Schwan tatsächlich aggressiv wird.“ 

Stattdessen sollte man die Natur und deren Bewohner respektieren. Sie würde sich wünschen, dass der betreffende Bereich der Bucht auch optisch durch Schilder und Bojen abgegrenzt wird.

Wie es langfristig mit dem Schwan weitergeht, ist offen. Wie berichtet, darf er den Sommer über mit seinem Weibchen am Tegernsee bleiben. „In dieser Zeit werden wir beobachten, wie sich die Situation entwickelt“, sagt Ecker-Schotte.

Schwäne ursprünglich tatsächlich als Touristen-Magnet gedacht

Unterdessen weiß der Wiesseer Bootsverleiher Sepp Grieblinger (62) Erstaunliches über die Herkunft der Schwäne am Tegernsee zu berichten. Der Schwan-Tourismus war ursprünglich durchaus erwünscht.

Die Tiere seien Mitte der 1950er-Jahre eigens im See eingesetzt worden – „als Attraktion für die Gäste“. Merkur.de* berichtet in einem News-Blog ausführlich zum Problem-Schwan vom Tegernsee und zu seinen Vorfahren.

Eine weitere Tiergeschichte mit einem wildgewordenen Rehbock gibt es in Konzell nahe Straubing. Dort wurde das aggressive Tier getötet und zu Wildragout verarbeitet

gab

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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