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Schülerin Marie Fell spielte für die Absolventen der Realschule Tegernseer Tal ein Stück am Flügel.

Erste Absolventen der neuen Schule

Realschule: Beim Abschied flossen die Tränen

Finsterwald - Dass alle 47 Zehntklässler der Realschule ihre Mittlere Reife geschafft haben, gab bei der Abschlussfeier am Freitag in Finsterwald Anlass zur Freude – und zu Tränen.

Die Abschlussfeier der ersten Schülergeneration der Realschule war eine emotionale Angelegenheit. „Die Pioniere gehen von Bord“, sagte Vize-Schulleiter Tobias Schreiner wehmütig. Die 47 Absolventen würden immer etwas Besonderes bleiben. Auch, weil sie durch ihre hervorragenden Leistungen und ihr persönliches Engagement die Messlatte für die nachfolgenden Klassen sehr hoch gelegt hätten.

Das ist der erste Jahrgang der neuen Realschule Tegernseer Tal: Am Freitag wurden die Schüler feierlich verabschiedet (vergrößern).

Ob solchen Lobs freuten sich nicht nur die Schüler und deren Eltern, sondern auch die Ehrengäste, darunter Vize-Landrätin Ingrid Pongratz, Tegernsees Bürgermeiser Johannes Hagn und der Waakirchner Gemeindechef Josef Hartl. Ein strahlender Bürgermeister Georg von Preysing gratulierte herzlich und stellte fest, dass die Realschule, so wie sie geführt werde, für das Tegernseer Tal und Gmund ein großer Segen sei. Er hoffte, dass einige der Absolventen, von denen ein Großteil die Fachoberschule besuchen wird, einen handwerklichen Beruf einschlagen werden. „Da haben wir dringendsten Bedarf“, sagte Preysing.

Fotos: Die neue Realschule - ein Rundgang

Fotos: So sieht die neue Realschule aus

Schulleiter Stefan Ambrosi wünschte seinen Pionieren viel Glück und erklärte, dass Glück viel mehr sei als nur ein Augenblick. „Glück empfindet man, wenn man etwas geschafft hat.“ Ingrid Pongratz machte deutlich, dass den Absolventen nun viele Möglichkeiten offen stünden, dass sie sie nutzen und bewusst ihre Ziele im Leben hinterfragen sollten. Elternbeiratsvorsitzende Rosmarie Kohl zitierte Cicero: „Fange nie an aufzuhören und höre nie auf anzufangen.“

Spätestens, als die Chorklasse die Absolventen mit dem Lied „die Zeit, die uns vereint“ hochleben ließen, zückten einige zu Tränen gerührte Mütter die Taschentücher. Wehmut klang auch in den Worten von Schülersprecherin Nadine Buchner. Und als die Absolventen dann klassenweise auf die Bühne geholt wurden, ihnen von Ambrosi ihre Zeugnisse und von Pongratz gelbe Rosen überreicht wurden und zudem sich die Klassenlehrer in einer persönlichen Laudatio verabschiedeten, flossen auch bei dem ein oder anderen Schüler die Tränen.

Auch die Lehrer waren stolz und gerührt: „Für uns ist das heute eine Ernte“, hieß es. Applaus bekamen nicht nur die Besten der Wahlpflichtfächergruppen Elisabeth Aust (1,17), Nadine Buchner (1,45) und Simon Mattner (1,82) sowie die Klassenbesten (Aust, Buchner, Mattner und Carla Hagn), sondern auch für ihr „Engagement für die Schulfamilie“ fünf Schülerinnen der Schulsanitätsgruppe.

Von Alexandra Korimorth

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