Rosstag, Rottach-Egern, Jubiläum, Bilder
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Die ganze Vielfalt rund ums Pferd: Rund 150 Reiter, Kutschen und Gespanne sowie unzählige Zuschauer ließen den 50. Rosstag in Rottach-Egern zu etwas ganz Besonderem werden.
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Die ganze Vielfalt rund ums Pferd: Rund 150 Reiter, Kutschen und Gespanne sowie unzählige Zuschauer ließen den 50. Rosstag in Rottach-Egern zu etwas ganz Besonderem werden.

Die Bilder zum Jubiläum

Blitz und Donner zum Finale: 50. Rosstag trotzt dem Gewitter

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Ein Feuerwerk zu 50 Jahre Rosstag hatte niemand bestellt. Und doch blitzte und krachte es über der Festwiese in Enterrottach. Der Freude tat dies keinen Abbruch.

Rottach-Egern – „Brrrrr.“ Wie auf Knopfdruck bleiben die sechs Haflinger vor dem Sprecherturm stehen. So abrupt, dass die Räder des dunkelgrünen Glaslandauers blockieren und noch einen halben Meter über die durch den einsetzenden Regen bereits feuchte Rosstag-Festwiese in Enterrottach rutschen. Kaum ist das edle Gespann aus Fischbachau zum Stehen gekommen, springen die zwei „Brettlhupfer“ ab. In Sekundenschnelle klappen sie eine Sitzbank um, ziehen das Verdeck nach vorn – und verwandeln das Kutschen-Cabrio in ein Coupé.

Eine Spontanvorführung auf Bitten des Mannes, der zusammen mit seinem Co-Moderator Florian Maier selbst die treuesten Stammbesucher des Rosstags in Rottach-Egern immer wieder zu überraschen weiß: Bruno Six. Anstatt den immer heftiger werdenden Gewitterschauer – ausgerechnet bei der wegen des Regens 2018 heuer  nachgeholten 50 Jahr-Feier der Traditionsveranstaltung – zu beklagen, nutzt der Experte den eigentlich unerwünschten Guss von oben lieber, um dem Publikum die Wetterfestigkeit der historischen Gefährte vorzuführen.

Klar, den Regen kurz vor Ende des Schauprogramms hätte es wirklich nicht gebraucht. Doch genau in diesem Moment zeigt sich, was den Rosstag seit 1968 so besonders macht: die Liebe des Menschen zum Pferd und die Gabe von Ross und Reiter, selbst in schwierigen Momenten zu einer Einheit zu verschmelzen und beeindruckende Leistungen zu vollbringen.

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Das tun am Ende vor allem die Gäste aus der Rottacher Partnergemeinde Kastelruth. Während die Zuschauer unter Schirmen und sogar in Dixie-Klos vor dem Platzregen Schutz suchen, galoppieren die je vier Männer der beiden besten Mannschaften des Oswald-von-Wolkenstein-Ritts in Südtirol zwischen Slalomstangen hindurch, während ihre Rösser mit den Hufen immer tiefer im durchweichten Boden einsinken. Es blitzt und donnert – doch die Reiter aus Kastelruth denken nicht ans Aufhören. Ja nicht mal von der Ehrenrunde in triefend nasser Tracht lassen sich abbringen.

Blitz und Donner zum Finale: 50. Rosstag trotzt dem Gewitter

Das feuchtfröhliche Ende eines Jubiläums-Rosstags, der wahre Massen nach Rottach-Egern gelockt hat. Schon in der Früh habe er begeistert beobachtet, wie viele Menschen sich zu Fuß oder mit dem Radl auf den Weg zur Zugstrecke von der Seestraße zum Festplatz machen, erzählt Bürgermeister Christian Köck. „Der Zuspruch ist absolut beeindruckend.“

Das gilt auch für die Teilnehmer: Fast 150 Reiter, Kutschen und Gespanne sorgen für Hufklappern in Dauerschleife. Gut, dass Pfarrer Monsignore Walter Waldschütz genug Weihwasser mit zur Segnung an der Roßkapelle in Ellmau gebracht hat. Blaskapellen, Goaßlschnalzer und Juchezer vervollständigen eine Geräuschkulisse, die Buchautor Hans Sollacher ehrfurchtsvoll als „Symphonie des Rosstags“ beschrieben hat.

Komponiert hat sie Thomas Böck. Der Pferdeliebhaber, der heuer 100 Jahre alt geworden wäre, fühlte sich einst bei der Leonhardifahrt in Kreuth mit seinem Haflinger-Einspänner nicht willkommen – und gründete eine eigene Veranstaltung: den Rosstag. Langsam aber sicher brachte Böck immer mehr Bauern dazu, ihre eingestaubten Kutschen aus den Stadeln und von den Dachböden zu holen. Heute erfreuen sich die historischen Gefährte einer Beliebtheit wie nie zuvor.

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Die nächste Rosserer-Generation steht schon in den Startlöchern, wie beim Jubiläums-Rosstag immer wieder zu sehen ist. Mütter und Töchter reiten Seite an Seite, Väter halten mit ihren Söhnen gemeinsam die Zügel in der Hand. Ob die zehn Einzelreiter und zehn Einspänner in der kombinierten Quadrille der Haflinger Genossenschaft Oberland, die Mulis der Gebirgsjägerbrigade Bad Reichenhall oder der beeindruckende Kaltblut-Elferzug von Rasso Babel aus Sachsenkam: Sie alle präsentieren beim Rosstag die gesamte Vielfalt rund ums Pferd.

Dass die Rosserer in der Region dies nicht zuletzt den Römern zu verdanken haben, beweist Georg Mayr aus Rottenbuch. Er und sein Mitfahrer jagen mit gereckten Fäusten und in Legionärsuniform an Bord eines Römerwagens ihre vier Füchse über die Festwiese. Wer das Gespann so auf sich zurasen sieht, zweifelt nicht an Six’ Worten: „So haben die Römer den Kelten das Fürchten gelehrt.“ Und dem Oberland eine Pferderasse geschenkt, die hier heute zum Kulturgut gehört – genau wie der Rosstag.

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